Ein Mann steht mit einem Tablet in einem E-Haus: Es handelt sich dabei um ein Musterhaus für intelligent vernetzte Gebäudetechnik und zeigt zahlreiche Anwendungen im Smart-Home-Bereich. © dpa/picture alliance
  • Von Lorenz Klein
  • 16.05.2019 um 12:40
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Ob Schmuck, Schrank oder Ölgemälde – eine Hausratversicherung sichert ab, was einem lieb und teuer ist. Nun weiten Versicherer den Schutz auch auf Gefahren aus, die aus dem Cyber-Raum in die eigenen vier Wände vordringen.

Auch bei der GEV Grundeigentümer-Versicherung geht man neue Wege – so viel sei verraten: „Uns ist es wichtig, dass unser neues Hausratprodukt, das wir im Sommer 2019 präsentieren werden, die gesamte Bandbreite der Kundenbedürfnisse abdeckt“, sagt Andreas Hackbarth.

Neben einem Modulbaukasten sollen drei Produktlinien zur Verfügung stehen, aus denen der Kunde und sein Vermittler den passenden Versicherungsschutz auswählen können. Einige Versicherer sind inzwischen dazu übergegangen, ihren Kunden einen Baustein für mögliche Cyber-Schäden anzubieten. Aus Sicht von Timo Suchert, Leiter Produktentwicklung SHU bei der VHV, ist das der richtige Weg: „Immer mehr Menschen erledigen Bankgeschäfte und Einkäufe via Internet. Den sich daraus ergebenden Risiken können auch VHV-Versicherte durch die neue Cyber-Klausel gelassen gegenüberstehen.“

Online-Banking und Smart Home als neue Einfallstore

Voraussetzung ist hier allerdings, dass der Kunde den Baustein „Best-Leistungs-Garantie“ besitzt. Ist dies der Fall, schützt die Cyber-Klausel laut VHV-Mann Suchert vor den finanziellen Schäden durch Cyber-Kriminalität bei Online-Banking, -zahlung und -handel sowie Kredit- und Bankkartenbetrug oder auch bei Datenverlust.

Bei der GEV Grundeigentümer-Versicherung sieht man vor allem in der „zunehmenden Vernetzung der Haushalte durch den verstärkten Einsatz von Smart-Home-Technik“ ein potenzielles Risiko. „Darum bieten wir dann in unserer neuen Hausratversicherung ein eigenes Cyber-Modul an“, kündigt GEV-Mann Hackbarth an. Dadurch soll ein Versicherungsschutz etwa bei Cyber-Angriffen auf Smart-Home-Technik oder bei Konflikten mit Online-Händlern gewährleistet sein. Zudem bestehe ein Leistungsanspruch im Fall von Phishing-, Pharming- und Skimming-Angriffen beim Online-Banking, so Hackbarth.

Aktuelle Trends schwer einzuschätzen

Bei der Ammerländer hat man diesen Schritt bereits vollzogen: „Wir versichern Schäden durch Phishing oder Datenrettungskosten“, sagt Managerin Granz. Wie die Hausratprodukte der Ammerländer in Zukunft „weiter mitwachsen“ werden, ist aber noch offen.

„Die Auswirkungen aktueller Trends, etwa Smart Homes und ihre Möglichkeiten, sind schwer einzuschätzen und daher sehr genau zu hinterfragen“, so Granz. Bei der Haftpflichtkasse hält man sich beim Thema Cyber-Schutz noch bedeckt: Man überprüfe die Möglichkeiten und den Bedarf zunächst sehr genau, heißt es dazu.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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