Snoopr-Gründer und Geschäftsführer Markus Heussen sieht viel Potenzial in der künstlichen Intelligenz für den Maklermarkt. © btix
  • Von Manila Klafack
  • 24.07.2018 um 09:03, aktualisiert am 24.07.2018 um 11:32
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Snoopr-Gründer und Geschäftsführer Markus Heussen kommt als ausgebildeter Versicherungskaufmann aus dem klassischen Versicherungsgeschäft. Doch schon seit vielen Jahren hat er sich der Unterstützung von Maklern durch neue digitale Möglichkeiten verschrieben – insbesondere dem Potenzial der künstlichen Intelligenz (KI) im Maklermarkt. Ein Gespräch über lernende Maschinen, Trüffelschweine und Alexas humoristische Art.

Warum haben Sie sich für den Sprachassistenten von Amazon entschieden?

Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen hat es Amazon mit Alexa und Echo recht früh geschafft, sich in den Haushalten zu etablieren. Zum anderen hat Alexa eine sympathische Stimme, die sowohl Frauen als auch Männer als angenehm empfinden – und uns liegt Alexas humoristische Art. Das passt gut zu uns und dem Trüffelschwein Snoopr. Wir wollen das ganze Thema Versicherungen etwas lockerer angehen. Es soll ja Spaß machen.

Wie sind denn Ihre bisherigen Erfahrungen?

Nun ja, Amazon selbst spricht von Tag eins in der Evolution der Sprachdienste. Unsere Erfahrung zeigt: Es ist erst Stunde eins. Wir selbst befinden uns aktuell noch in einer nicht-öffentlichen Alpha-Testphase unseres Snoopr Skills. In unseren Tests lernten wir schnell die Grenzen der künstlichen Intelligenz von Sprachdiensten kennen. Wenn es darum geht, das gesprochene Wort in Text zu übersetzen, sind Maschinen uns bereits deutlich voraus. Nicht so bei der Erkennung von Intensionen. Aber genau darum geht es, wenn man möglichst nah an der menschlichen Konversation bleiben möchte. Einfache „Kommando-Skills“, mit denen man das Licht an- oder ausschaltet, die nächste Playlist oder den Lieblingssender abspielt, funktionieren heute ganz gut. Aber mal ehrlich: Wir Menschen lernen viel schneller als Maschinen und passen uns eher einem Sprachdienst an als umgekehrt. Aufgrund unserer Erfahrungen stellen wir aktuell unser Konzept grundlegend um.    

Wenn Ihre Vorstellung Realität wird, ist der Makler dann in der Zukunft nicht überflüssig? Welche Rolle kann er in einer Welt spielen, in der die künstliche Intelligenz aufgrund von Berechnungen seine Expertise überflüssig machen würde?

Selbstlernende Maschinen, die inzwischen mit uns sprechen, sind Stoff für ein Endzeitszenario wie im Film „Terminator“, indem die außer Kontrolle geratene künstliche Intelligenz „Skynet“ die Menschheit auslöschen will. Dabei ist künstliche Intelligenz an sich nichts Schlechtes. Es kommt immer nur darauf an, wie man sie einsetzt. Eine KI ist heute noch weit davon entfernt, den Makler zu ersetzen. Sie kann immer nur eine Sache wirklich gut. Ein Makler hingegen ist ein echter Allrounder und im Sinne der KI ein Multitalent. Intelligente Systeme können ihm helfen, seine Kunden besser zu bedienen. Überflüssig wird auf Dauer nur der Makler sein, der sich dieser technologischen Entwicklung verschließt und dadurch nicht mehr wettbewerbsfähig ist. 

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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