Ein Mann schleppt einen Flachbildfernseher: Auch wenn man einem Freund beim Umziehen hilft, können dabei Gefälligkeitsschäden entstehen. © dpa/picture alliance
  • Von Redaktion
  • 17.02.2016 um 09:13, aktualisiert am 17.02.2016 um 09:42
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Ein Nachbar gießt den Garten seines Nachbarn, vergisst danach, den Hahn zuzudrehen. Der Schaden: Über 7.000 Euro. Dieser Fall von Gefälligkeitsschäden wurde vor kurzem publik. Oft sind solche Schäden in einer Haftpflichtversicherung nicht automatisch abgedeckt. Versicherungsmakler Hubert Gierhartz plädiert dafür, die extra Euro dafür zu bezahlen – sonst gingen Kunden ein unkalkulierbares Risiko ein.

Halten wir also fest, was die Verbraucherschützerinnen sagen:

•    Gefälligkeitsschäden zu versichern, ist nicht unbedingt notwendig.
•    Wenn, dann reicht eine Versicherungssumme von 10.000 Euro aus.
•    Verletzungen über 10.000 Euro kommen nicht vor. 

Was maßen sich diese wohl scheinbar sehr gut verdienenden Damen an? 

Jeder sollte dabei wissen, dass die Aufforderung „Hilf mir bitte“  einen Gefälligkeitsschaden  unter Umständen nach sich ziehen kann.  Eine Situation, der sich jeder täglich stellen muss. Was würden Sie mir sagen, wenn ich behaupten würde, passiver Unfallschutz im Auto ist überflüssig? Begründung: Ich fahre immer vorsichtig.

In diesem Fall ist nur das Thema Gefälligkeitsschäden behandelt. Es gibt noch viele andere Schäden, die auftreten können, und für die ich in die Haftung genommen werden kann.

Guter Schutz muss nicht teuer sein

Einen guten Haftpflichtversicherungsschutz gibt es für die Familie zwischen 70 und 100 Euro. Will man absolut sicherstellen, dass man nicht in Haftung genommen wird, kann man Verträge für eine Jahresprämie von 130 bis 160 Euro abschließen. Wenn man zu der Auffassung kommt, dass Kleinschäden nicht unbedingt versichert sein müssen, die kann man durchaus im Falle eines Falles selber zahlen, wählt man eine Eigenbeteiligung von rund 150 Euro. Die Jahresprämie reduziert sich dann auf 70 bis 100 Euro, je nach Anbieter. Für Singles und Senioren gibt es Sondertarife.

Wem das zu viel ist, spart am falschen Ende. Zum Verzicht auf diese Jahresprämien gehe ich ein nicht kalkulierbares Risiko ein. Ein schlechter Rat.

Über den Autoren

Hubert Gierhartz ist seit 1985 als Versicherungsmakler tätig. Er hat sich insbesondere auf die Beratung der Zielgruppe 60plus spezialisiert.

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