Drei Senioren sprinten beim 100 Meter Lauf bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften der Leichtathletik in Leinefelde-Worbis (Thüringen): Die Menschen leben immer länger und bleiben dabei immer länger fit. © dpa/picture alliance
  • Von Manila Klafack
  • 15.09.2017 um 10:25
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Anhaltend niedrige Geburtenziffern und die steigende Lebenserwartung werden unsere Gesellschaft verändern. Wie sich das auf die Vorsorgementalität auswirkt und wie Sparer reagieren sollten, erfahren Sie hier.

Was also tun?

Die Menschen müssen privat fürs Alter vorsorgen. Hört sich einfach an, ist es aber nicht, weiß Kling: „Den Kunden zu zeigen, dass sie überhaupt vorsorgen müssen, ist noch immer der anstrengendere Teil der Arbeit eines Beraters.“ Denn über Altersarmut machten sich junge Menschen nicht ernsthaft Gedanken, weil der heutige Nutzen viel mehr wert sei als ein vermeintlicher Nutzen in 30, 40 oder mehr Jahren. Gegenwartspräferenz nennt das die Verhaltensökonomie. Aber auch wenn der Zeitpunkt der Rente näher rückt, etwa für die Generation 50plus, ist die Vorsorge für ein lebenslanges zusätzliches Einkommen wichtig.

„Eine gesunde Mischung mit unterschiedlichen Produkten in der Ansparphase ist das A und O“, sagt Alexander Kling. Grundsätzlich lautet seine Empfehlung, zunächst Produkte der ersten und zweiten Schicht, also die betriebliche Altersvorsorge sowie die Riester- oder Rürup-Renten, zu nutzen. Danach folgen die privaten Kapitalanlageprodukte der dritten Schicht.

Individuelle Lösungen und Sicherheit

„Zwar gibt es viele Angebote zur privaten Vorsorge, doch nicht jedes Produkt eignet sich für jeden Kunden“, warnt Alexander Kling. Daher ist es wichtig, dass Kunden gemeinsam mit einem Makler oder Berater durchgehen, was sie von einem Vorsorgeprodukt erwarten – und wieviel Risiko sie beispielsweise aushalten können.

Nach wie vor ist vielen Menschen eine Garantie wichtig – auch wenn sie Renditepotenzial kostet. „Manch einer nimmt für die 100-prozentige Sicherheit in Kauf, von seinen eingezahlten 100 Euro nur 99,50 Euro heraus zu bekommen. Und damit verzichtet er auch auf die Chance, 105 Euro zu erwirtschaften“, sagt Kling.

Wichtig ist es daher, Sicherheit mit den Ertragschancen von Fonds zu vereinen – im Idealfall kommt noch eine Rente dazu, die garantiert bis ans Lebensende gezahlt wird. Fondspolicen etwa können das leisten. Zudem sind sie individuell und flexibel sowohl in der Ansparphase als auch in der Bezugszeit. So können Kunden etwa über das Mischungsverhältnis von sicherer Anlage und Fonds entscheiden, und darüber, welche Fonds überhaupt infrage kommen.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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