Ein Sparschwein wartet auf Futter: Das Ersparte von vielen Deutschen würde im Ernstfall nicht lang reichen. © Pixabay
  • Von Juliana Demski
  • 15.11.2017 um 11:28
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 00:55 Min

Der sprichwörtliche Notgroschen hält in vielen Haushalten nicht lange vor: Jeder dritte Deutsche käme mit seinem Ersparten im Ernstfall nur ein paar Wochen klar. Das ist ein Ergebnis des neuen Verteilungsberichts des gewerkschaftsnahen Düsseldorfer WSI-Instituts. Ein weiteres ist, dass die Vermögensunterschiede hierzulande im Vergleich zum Euro-Raum am höchsten sind.

Man stelle sich vor, das Einkommen fällt plötzlich weg: Jeder dritte deutsche Haushalt könnte dann seine Ausgaben nur einige Wochen lang aus dem eigenen Ersparten heraus bezahlen. Im Osten reichen die Rücklagen nur halb so lang wie im Westen.

Dabei verfügen die ärmsten 20 Prozent der Bundesbürger über gar keine Rücklagen, während die reichsten 5 Prozent mehr als 20 Jahre mit ihrem Ersparten auskämen – das zeigt der aktuelle Verteilungsbericht des WSI-Instituts.

Die Forscher haben für ihre Rechnungen angenommen, dass alle Einkommen plötzlich ausbleiben. Alle Konsumausgaben inklusive Wohnen kalkulierten sie auf 1.300 bis 2.600 Euro. In der Realität bekämen die Bürger allerdings im äußersten Fall soziale Leistungen vom Staat gewährt.

Vielmehr soll die Studie auf folgendes aufmerksam machen:

In der Bundesrepublik herrscht so viel Ungerechtigkeit bei der Verteilung des Vermögens wie nirgendwo sonst in der Euro-Zone.

60 Prozent des gesamten Vermögens liegt hierzulande in den Händen der reichsten 10 Prozent, wie kürzlich die Industrieländer-Organisation OECD herausgefunden hat.

autorAutor
Juliana

Juliana Demski

Juliana Demski ist seit 2021 Junior-Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!