Wolfgang Weiler ist Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. © GDV
  • Von Manila Klafack
  • 21.11.2018 um 13:38
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Für das automatisierte Fahren müssen verbindliche Standards definiert werden, so eine Forderung der Versicherer. Anlässlich einer Konferenz zum Thema automatisiertes und vernetztes Fahren hatte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Experten aus der Automobilindustrie, Wissenschaft, Versicherungswirtschaft, Politik und Justiz eingeladen.

Bevor in Autos Technik zum Einsatz kommt, die dem Fahrer etwa das Lenken, Bremsen oder Beschleunigen abnehmen, müssen dafür Standards definiert werden, fordert die Versicherungsbranche. „Für den Fahrer eines automatisierten Autos muss jederzeit erkennbar sein, was sein Auto leistet und in welchem Maß sich der Fahrer anderen Dingen widmen darf. Dafür brauchen wir verbindliche Standards – und zwar bevor die Systeme tatsächlich eingeführt werden“, sagte Wolfgang Weiler, Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), beim GDV-Symposium „Automatisiertes und vernetztes Fahren – schöne neue Welt?!“ in Berlin.

Vor allem weist Weiler daraufhin, dass durch eine Warnmeldung im Auto abgelenkte Fahrer bis zu 15 Sekunden brauchen können, um wieder konzentriert fahren zu können. „Solange etwa die Sensoren schon durch schlechtes Wetter außer Gefecht gesetzt werden können, darf die Technik dem Fahrer nicht die Fahraufgabe abnehmen“, so Weiler.

Auch die fortschreitende Vernetzung der Autos war ein Thema der Konferenz. Dabei sprechen sich die Versicherer ganz klar dafür aus, dass die erhobenen Daten in die Hände der Fahrer gehören. Nur so werde sichergestellt, dass Autohersteller, Technologiekonzerne, Werkstätten, Automobilclubs oder Versicherer die gleichen Chancen hätten, ihren Kunden neue Dienstleistungen anzubieten. „Wer das Rennen um die Gunst der Kunden gewinnt, ist offen. Den Wettbewerb fair zu gestalten, ist Aufgabe des Gesetzgebers“, so Weiler.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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