Hauptsitz der Swiss Re in Zürich: Die Finanzspritze aus Japan soll dazu dienen, das Geschäft von Swiss Re mit der Abwicklung und Verwaltung geschlossener Lebensversicherungsbeständen voranzutreiben. © Swiss Re
  • Von Lorenz Klein
  • 06.10.2017 um 12:50
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Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat sich Unterstützung aus Fernost geholt, um künftig stärker vom Geschäft mit dem Aufkauf alter Lebensversicherungsbestände zu profitieren. Die japanische Versicherungsgruppe MS&AD will sich mit rund einer Milliarde Franken an dem Geschäftsfeld beteiligen, dem eine wachsende Nachfrage bescheinigt wird.

MS&AD wird laut Swiss Re in den kommenden drei Jahren bis zu 800 Millionen Pfund in die Swiss-Re-Sparte ReAssure investieren. Dadurch soll die Beteiligung der Japaner an dem britischen Spezialunternehmen für geschlossene Lebensversicherungsbestände auf maximal 15 Prozent wachsen. In einem ersten Schritt steigt MS&AD mit 5 Prozent bei ReAssure ein, was einem Gegenwert von 175 Millionen Pfund entspricht.

Die Finanzspritze soll dazu dienen, das Geschäft von Swiss Re mit der Abwicklung und Verwaltung geschlossener Lebensversicherungsbeständen voranzutreiben.

Wachsende Erwartungen an Run-off-Geschäft

Offenbar setzen die neuen Partner darauf, dass sich immer mehr Lebensversicherer aufgrund der Niedrigzinsphase von ihren garantieträchtigen Verträgen trennen möchten. So planen derzeit die Gesellschaften Ergo, eine Tochter des Swiss-Re-Mitbewerbers Munich Re, sowie Generali ihr klassisches Lebengeschäft aufzugeben und zu verkaufen.

Als Käufer kommen Unternehmen in Betracht, die sich auf dieses sogenannte Run-off-Geschäft spezialisiert haben. Dazu zählen unter anderem die Frankfurter Leben oder auch Viridium, an dem unter anderem der Rückversicherer Hannover Rück beteiligt ist.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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