Nur wenig Verkehr ist auf der Autobahn 8 am Irschenberg in Bayern unterwegs. Große Leere herrscht derzeit vielerorts auch bei der Nachfrage nach Versicherungsdienstleistungen. © picture alliance/Sven Hoppe/dpa
  • Von Lorenz Klein
  • 27.04.2020 um 13:21
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lesedauer Lesedauer: ca. 01:25 Min

Gut neun von zehn Versicherungsmakler in Deutschland (86 Prozent) spüren bereits jetzt die Auswirkungen der Corona-Krise – für 41 Prozent hat sie sogar einen gravierenden Einfluss auf das Geschäft. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative telefonische Umfrage aus der ersten Aprilwoche. Welche Sparten und Kundengruppen besonders betroffen sind, erfahren Sie hier.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf den Maklermarkt in der Versicherungswirtschaft? Eine große, lautet die klare Antwort. Das zeigen zumindest die aktuellen Erkenntnisse der Forschungsgruppe g/d/p, die in Kooperation mit MRTK Marketing Research Team, eine repräsentative telefonische Umfrage unter Maklern durchgeführt hat.

Demnach gaben in der ersten Aprilwoche nur 11 Prozent der Makler an, momentan noch keine nennenswerten Effekte durch die Corona-Pandemie zu spüren. Die große Mehrheit von 86 Prozent der Makler bejahte das allerdings – für 41 Prozent habe die Krise sogar „einen gravierenden Einfluss auf das Geschäft“, wie die Studienautoren am Montag mitteilten (siehe Grafik).

„Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die Situation für die Makler durch die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen verschärft“, so die Autoren, die versprachen, die Entwicklung weiter zu verfolgen.


Quelle: Forschungsgruppe g/d/p

Laut dem aktuellen Stimmungsbild sind Makler mit den Spartenschwerpunkten Leben und Kranken besonders stark von der Krise betroffen. „Über die Hälfte dieser Personengruppe hat mit deutlichen Folgen zu kämpfen“, berichten die Autoren.

Das Hauptproblem für alle seien die erschwerten Bedingungen im Kundenkontakt und die damit einhergehenden Nachfrageeinbrüche. „Stornierungen, Kündigungen und Beitragsreduktionen tragen ihr Übriges dazu bei“, heißt es weiter.

Dabei seien Maklerbüros mit vier und mehr Mitarbeitern von der Krise deutlicher betroffen als Ein-Mann-Betriebe. Und: Die Corona-Krise trifft Makler mit Gewerbekundenschwerpunkt gleichermaßen wie Makler mit dem Schwerpunkt Privatkunden.

Die Autoren führen die Ergebnisse darauf zurück, dass sich bei den Kunden „Unsicherheit und Zurückhaltung“ breit mache. Das Interesse an Neuabschlüssen sinkt, alte Verträge werden überdacht, wenn nicht gar storniert. „Alle warten ab, wie es in der Gesamtwirtschaft und in der persönlichen Situation weitergehen wird“, so das bittere Resümee der Autoren.

Weitere Ergebnisse und Grafiken zur Umfrage gibt es hier.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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