Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Standmitteilungen im Check So viel Durchblick gewährt Ihr Lebensversicherer

Henning Kühl ist Chefaktuar von Policen Direkt.
Henning Kühl ist Chefaktuar von Policen Direkt. © Policen Direkt

Mehr Informationen und weniger Versicherungschinesisch: Die Mehrheit der deutschen Lebensversicherer hat ihre Standmitteilungen überarbeitet und erfüllt nun die neuen gesetzlichen Mindestanforderungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Policenverwalters Policen Direkt. Gänzlich beseitigt sei der „Wildwuchs“ damit aber noch nicht, so die Autoren. Wie sich die jeweiligen Anbieter schlugen, erfahren Sie hier.

| , aktualisiert am 11.03.2019 16:54  Drucken

Die jährlich verschickten Standmitteilungen der Lebensversicherungen bereiten den Kunden in der Regel nur wenig Lesevergnügen – denn wie sich der eigene Vertrag entwickelt hat, bleibt für viele Nicht-Versicherungsprofis undurchsichtig. Der Gesetzgeber hatte auf diesen Missstand reagiert und den entsprechenden Paragrafen 155 des Versicherungsvertragsgesetzes zum 1. Juli 2018 neu geregelt – mit ersten Erfolgen, wie der Policenverwalter Policen Direkt in seiner Zwischenbilanz zu berichten weiß.

60 von 73 untersuchte Lebensversicherer erfüllen demnach die neuen gesetzlichen Mindestanforderungen vollständig. „Von einigen Versicherungen erhalten die Kunden nun daher erstmals automatisch jährlich einen Rückkaufswert und eine Todesfallleistung“, loben die Studienautoren – und betonen zugleich, dass die Gesetzesänderung „notwendig“ gewesen sei. „Der Wildwuchs der Standmitteilungen ist damit zwar noch nicht gänzlich beseitigt, dennoch profitieren Kunden eindeutig von den jetzt oft weitreichenderen Informationen“, lautet das Fazit von Henning Kühl, Chefaktuar von Policen Direkt. So hätten einige Lebensversicherer ihre Infobriefe „vollkommen neugestaltet und geben ihren nun Kunden deutlich mehr Informationen“.

Concordia, Alte Leipziger und Hannoversche bieten den besten Durchblick

21 der 73 Lebensversicherer melden zusätzlich alle weitere wichtigen Informationen, die aus Sicht der Autoren elementar seien. Dadurch könnten die Kunden dieser Unternehmen die Werte ihrer Verträge und deren Veränderung gegenüber dem Vorjahr besser verstehen, heißt es.

Die meisten Punkte erzielte Concordia (102,50), die damit das Transparenz-Ranking für sich entschied. Dahinter folgen Alte Leipziger (100,00) und Hannoversche Leben (98,75). Die schlechteste Bewertung gab es für die Frankfurt Münchener Leben (10,00) und die Dialog Leben (26,25). Nur wenig besser schnitten die Saarland Leben und die WWK mit jeweils 37,50 Punkten ab.

>>> Hier geht es zur Tabelle

Nicht alle Versicherer haben bis zum Stichtag liefern können

Die Tester haben unter anderem auch die Angaben zur Beteiligung an den Bewertungsreserven unter die Lupe genommen – und hier liegt wohl noch einiges im Argen. „Das Ergebnis zeigt, dass hier weitere Vorgaben vom Gesetzgeber zur einheitlichen und verständlicheren Darstellung notwendig sind“, geben die Studienmacher zu bedenken.

Ohnehin hätten es nicht alle Versicherer bis zum Stichtag geschafft, eine gesetzeskonforme Standmitteilung für sämtliche Kunden abzuliefern. „Andere haben nicht mehr getan als nötig und können nicht mit großen Verbesserungen punkten“, ergänzt Kühl. Bei den Versicherern, die bis Anfang 2019 noch keine gesetzeskonforme Standmitteilung übermittelt hatten, habe man nachgefragt.

Was Lebensversicherer infolge der Neuregelung des Paragrafen 155 VVG bei Produkten der kapitalbildenden Lebensversicherung beachten müssen und wie die detaillierten Studienergebnisse zu den einzelnen Lebensversicherern lauten, erfahren Sie hier.

Policen Direkt verwaltet nach eigenen Angaben einen Bestand von derzeit 12.000 Lebensversicherungen aller Gesellschaften und deren gängigste Tarifvarianten.

Webinar: Standard Life lädt zum Investment Talk
Werbung


Handelsstreit, Zinsentwicklung, Rezessionssorgen: Aspekte wie diese erörtern Michael Heidinger (Foto li.), Director Business Development bei Aberdeen Standard Investments, und Roman Goedeke, Proposition Manager bei Standard Life, in ihrem verbalen Streifzug durch die Kapitalmärkte.

Sie informieren über aktuelle Entwicklungen und diskutieren finanzwirtschaftliche Prognosen. Auch ein Thema: ausgewählte Fonds in Versicherungspolicen von Standard Life im Vergleich zu Wettbewerber-Produkten.

Für die Teilnahme am Webinar werden 45 Minuten IDD-Lernzeit angerechnet.
Am Mittwoch, dem 26. Juni 2019, um 10 Uhr. Zur Anmeldung klicken Sie bitte hier.

MyFolio-Finder
Werbung

Vorsorge Spezial 2019: das neue Jahresheft der Standard Life
Werbung


Intelligenter Vermögensaufbau, neue Investmentideen, spannendes Aktienwissen und tolle Sightseeing-Tipps für Frankfurt – das sind nur einige Themen in Vorsorge Spezial 2019, dem neuen Jahresheft der Standard Life (Foto: Heft-Cover). Daneben erfährt der Leser auch viel Wissenswertes über das Unternehmen selbst und dessen Brexit-Lösung.

Interessiert? Vorsorge Spezial 2019 können Sie hier kostenlos downloaden.

Das Standard-Life-Bekenntnis: Der Kunde im Mittelpunkt des Handelns
Werbung

Wie unterstützt Standard Life seine Kunden dabei, ihren finanziellen Träumen einen Schritt näher zu kommen? Mit fast 200 Jahren Erfahrung, streng geprüften und maßgeschneiderten Investment- und Versicherungslösungen – und mit regelmäßigen, verständlichen und leicht zugänglichen Informationen zu ihrem Vertrag. Jetzt mehr erfahren.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.