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Wenn Nachwuchs ansteht Über diese Versicherungen sollten Eltern nachdenken

Ein kleiner Junge spielt auf einem Spielplatz: Über so manche Police sollten Eltern bei Familiennachwuchs nachdenken.
Ein kleiner Junge spielt auf einem Spielplatz: Über so manche Police sollten Eltern bei Familiennachwuchs nachdenken. © Pixabay

Viele frisch gebackene Eltern wissen nicht, ob und wie sie ihr Familienleben und ihre Kinder versichern sollen. Das Angebot ist riesig und unübersichtlich. Welche Policen aber dennoch sinnvoll sind, erfahren Sie hier.

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Es gibt einige Versicherungen, die als unverzichtbar gelten – vor allem dann, wenn Nachwuchs in die Familie ansteht. „Grundsätzlich sollten Eltern erst einmal überprüfen, ob ihre eigenen Finanzen auf festen Füßen stehen“, sagt Versicherungsmakler Micha Helmut Schrammke gegenüber der Süddeutschen Zeitung

In jedem Fall sei es sinnvoll, eine Risikolebensversicherung in Betracht zu ziehen, so Schrammke. Sie springt dann ein, wenn der Hauptverdiener der Familie verstirbt. Ebenso wichtig sei eine Berufsunfähigkeitsversicherung für den Fall, dass Vater oder Mutter nach einem Unfall oder einer Erkrankung nicht mehr arbeiten können.

Als unumgänglich sieht der Makler auch eine private Haftpflichtversicherung an. Sie zahlt, wenn der Versicherte einem Dritten Schaden zufügt. Diesbezüglich hat Rita Reichard von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen noch einen Tipp für Eltern, wie sie der Zeitung verriet: Sie empfiehlt, kleine Kinder unter sieben Jahren mitzuversichern. Der Grund: Bis zu diesem Alter gelten Kinder als deliktunfähig. Wer diese Klausel nicht explizit hinzubuche, bekomme vom Versicherer im Schadenfall kein Geld. Streit mit dem Geschädigten sei dann programmiert. 

Darüber hinaus seien noch weitere Policen möglich:

„Das hängt immer auch vom individuellen Sicherheitsbedürfnis ab“, so Reichard. Bei Angst vor Unfällen könnten Eltern über eine Kinderunfallversicherung nachdenken. „Allerdings ist das Risiko, dass ein Kind aufgrund eines Unfalls schwer behindert wird, sehr klein und liegt unter einem Prozent.“ 

Für deutlich sinnvoller halten Verbraucherschützer hingegen sogenannte Kinderinvaliditätsversicherungen. Diese zahlen nicht nur bei Invalidität durch Unfälle, sondern auch durch chronische Krankheiten wie Asthma, Diabetes, Epilepsie oder Autoimmunerkrankungen. Einziges Problem: Bestimmte Krankheiten wie Verhaltensstörungen, das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS), Psychosen oder Lernbehinderungen seien oft ausgeschlossen. Hier müssten Eltern immer genau prüfen.

Und: „Die Verträge sind aufgrund ihres großen Versicherungsumfangs und der lebenslangen Rente nicht billig, bis zu 400 Euro können pro Jahr fällig werden“, so Makler Schrammke zur Thematik. Zudem hätten viele Versicherer den Schutz gar nicht mehr im Katalog. Der Grund: eine zu geringe Nachfrage. 

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