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Kompass-Vorstand Matthias Schmidt. © Kompass Group
  • Von Sabine Groth
  • 25.04.2024 um 16:14
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lesedauer Lesedauer: ca. 00:60 Min

Beim Karlsruher Insurtech Kompass Group gibt es einige Neuigkeiten. Der Aufsichtsrat hat sich von zwei Vorständen getrennt. Die verkünden gleichzeitig die Übernahme sämtlicher Geschäfte der Gruppe unter dem Namen Kompass Group Deutschland.

Auf seiner letzten Sitzung hat der Aufsichtsrat der Kompass Group AG den beiden Vorständen Matthias Schmidt und Marcus Renziehausen das Vertrauen entzogen und diese mit sofortiger Wirkung freigestellt. Das Vorstandsmandat von René Jerome Fuchs wurde bereits im Vorfeld beendet.

„Wir bedauern den Vorgang sehr“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Gerd Coenen, „wir haben viel Vertrauen in die junge Mannschaft gesetzt. Doch leider haben sie dieses nicht gerechtfertigt. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit, in der bisherigen Form, ist nicht mehr möglich“.  Mit einer kurzfristigen Neuberufung von Nachfolgern werde die Kompass Group AG ihren Wachstumskurs fortsetzen, heißt es in einem Schreiben des Aufsichtsrats.

Das sehen die geschassten Vorstände allerdings anders und meldeten sich mit einer eigenen Pressemitteilung und einem weiteren Schreiben zu Wort. Demnach sind sämtliche Geschäftsbereiche des Karlsruher Insurtechs, das Finanzdienstleistungsunternehmen kauft, digitalisiert und skaliert, jetzt Teil der Kompass Group Deutschland AG. Die bisherige Kompass Group AG sei nur noch eine Mantelgesellschaft.

Die Kompass Group Deutschland AG wurde bereits vor einigen Wochen gegründet. „Wir haben sämtliche Bilanzpositionen unseres Unternehmens auf diese Gesellschaft übertragen lassen. Im Zuge dieser Maßnahme ist die Deutsche Treuwert Wealth Management AG als Minderheitsaktionärin ausgeschieden“, schreibt Matthias Schmidt. Dieser Prozess sei nun abgeschlossen und wurde bekannt gegeben. „Wir sind künftig die Kompass Group Deutschland AG – sonst bleibt alles beim Alten“, so Schmidt. Fortführen soll das Geschäft das bekannte Vorstandsteam. Schmidt: „Von der neuen Eigentümerstruktur versprechen wir uns einen verbesserten Zugang zu potenziellen Investoren und werden handlungsfähiger.“

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Sabine Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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