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Rechenbeispiel Berufsunfähigkeitsversicherung – lohnt sich das?

Eine Auszubildende zum Schweißer arbeiten in Köln (Nordrhein-Westfalen) im Ausbildungszentrum Butzweilerhof an einem Stück Metall.
Eine Auszubildende zum Schweißer arbeiten in Köln (Nordrhein-Westfalen) im Ausbildungszentrum Butzweilerhof an einem Stück Metall. © dpa/picture alliance

„Wann habe ich meine Beiträge wieder drin?“, heißt es in einem aktuellen Medienbericht zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Makler, die ihre Kunden zu Risikoversicherungen beraten, bringen solche Sätze regelmäßig auf die Palme. Doch der Beitrag der Kollegen endet dann doch anders als es die Überschrift („Lohnt sich für Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung?“) vermuten lässt.

05.04.2017 18:43  Drucken

Für einen 30-Jährigen kaufmännischen Angestellten gibt es eine Berufsunfähigkeitsversicherung über eine Rente von 1.000 Euro pro Monat schon ab 500 Euro im Jahr, also circa 41,7 Euro im Monat, rechnet Focus Online vor. Für einen Elektriker mit einem höheren Berufsrisiko seien die Sätze deutlich höher. „Er zahlt ab 750 Euro im Jahr, also 62,5 Euro im Monat“, so der Bericht.

„Braucht er die Versicherung nicht, zahlt der Angestellte demnach also 18.500 Euro an den Versicherer. Der Elektriker zahlt sogar 27.750 Euro“, geht die Rechnung weiter.

Werde der Elektriker nun aber berufsunfähig, hätte er bei der vereinbarten Rente von 1.000 Euro alle seine Beiträge „schon nach zwei Jahren und drei Monaten wieder drin“, schreiben die Redakteure. Der Angestellte müsse „sogar nur ein Jahr und sechs Monate berufsunfähig sein, bis seine Versicherung sich rentiert hat“.

„Diesen Denkfehler sollten Sie nicht machen“

Maklern, denen beim Wort „rentieren“ der Hut oder wahlweise der Puls hochgeht, sollten den Beitrag allerdings zu Ende lesen. Denn die Redakteure fügen ihrem Rechenbeispiel noch einen wichtigen Satz hinzu: „Diesen Denkfehler sollten Sie nicht machen“, lautet die Warnung an die Leser.

Anders als bei der Rente, könne man seine Berufsunfähigkeit nicht planen. Deswegen sei es schwierig „für den Ernstfall vorzusorgen, in dem man selbst ein Vermögen anspart“. Die Versicherung müsse hingegen zahlen, sobald etwas passiere – „wenn sich der Zustand des Versicherten nicht bessert, ein Leben lang“.

Pfefferminzia HIGHNOON