Eine Frau arbeitet im Homeoffice: Einige Versicherer reagieren auf die erschwerten Arbeitsbedingungen ihrer Vertriebspartner während der Corona-Krise. © picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa
  • Von Juliana Demski
  • 13.05.2020 um 13:36
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 03:60 Min

Die Standard Life unterstützt ihre Partner in der Corona-Krise, die R+V startet eine neue BU-Police, die Oberösterreichische hat ihre Hausratpolice neu aufgesetzt, Hiscox passt seinen KMU-Cyberschutz an, HDI macht sich für systemrelevante Berufe stark, Liechtenstein Life und Unterstützungskasse haben ein gemeinsames bAV-Produkt auf den Markt gebracht, bei der Prisma Life gibt es neue nachhaltige Fonds und Reputation.com sorgt für Ordnung im Reputationsmanagement.

Standard Life hilft Partnern während der Corona-Krise

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten viele Versicherungsmakler und Finanzberater vorerst auf Videokommunikation umsteigen, um mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. Die Standard Life reagiert auf diese Situation mit zwei Hilfsangeboten: Zum einen schiebt der Versicherer die zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. Juni 2020 aufgrund von Beitragsstundungen, -freistellungen und -reduzierungen anfallenden Rückforderungen um acht Monate zum Wirkungsdatum nach hinten. Sollte es auch zum 1. Juli knapp werden, sei auch ein erneutes Aufschieben möglich.

Zum anderen kooperiert Standard Life ab sofort mit dem Fintech Flexperto. Das Berliner Unternehmen ist ein Experte für die digitale Kundenkommunikation und bietet spezielle Software für den digitalen Vertrieb und die Finanzberatung per Video. Vertriebspartner des Versicherers können diese Software nun zu einem um rund ein Drittel reduzierten Preis bestellen. Die Software hält neben der Beratung per Video unter anderem auch die Online-Terminvereinbarung parat, den Austausch von Dateien und Text-Chat sowie die rechtssichere E-Signatur zum Vertragsabschluss.

R+V mit neuer BU-Police

Die R+V hat eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) auf den Markt gebracht. Den Fokus hat der Versicherer dabei auf die Einfachheit der Police gelegt. So seien die Risikofragen vor Abschluss des Vertrags „gestrafft“ worden und nun „leicht zu beantworten“ – dank der eigens für die neue BU entwickelten Software. Erklärtexte weisen den Weg durch den Frageprozess. Am Ende erhält der Kunde dann sofort eine Entscheidung samt individueller Beitragsberechnung.

Eine weitere Neuerung der Police: die Arbeitsunfähigkeitsoption. Sie soll es dem Kunden ermöglichen, nur gegen Vorlage des „gelben Scheins“ Leistungen zu erhalten – und zwar ohne tatsächlich berufsunfähig zu sein. Das Angebot mit einer maximalen Leistungsdauer von 36 Monaten kann gegen einen Mehrbeitrag hinzugebucht werden.

Oberösterreichische verbessert Hausratpolice

Die Oberösterreichische hat ihre Hausratpolice in zwei Varianten neu aufgelegt. Ab sofort gibt es neben der klassischen Variante auch noch eine Premium-Variante. Unter anderem gibt es neue Leistungen im Bereich von Rauch-, Ruß-, Seng- und Schmorschäden. Auch bei Überspannungsschäden sind laut dem Versicherer nun höhere Leistungen vorgesehen. Dazu kommt eine Deckung für die Kosten zur Datenrettung nach einer räuberischen Erpressung.

Ebenso sind bereits in der Variante „Daheim Plus“ Schäden durch grobe Fahrlässigkeit bis zu einer Schadenshöhe von 20.000 Euro mitversichert. Dazu kommt eine optionale Absicherung gegen Fahrraddiebstahl bis 5.000 Euro, die auch E-Bikes und Pedelecs ohne Nachtzeitklausel umfasst.

Der Jahresbeitrag ist abhängig von der Region des Versicherten. Im Postleitzahlbereich 3 liegt der Jahresbeitrag zum Beispiel bei etwas mehr als 35 Euro. Wird ein Fahrrad mit einer Deckungssumme von 1.000 Euro eingeschlossen, erhöht sich die jährliche Prämie auf rund 43 Euro.

Hiscox überarbeitet KMU-Cyberschutz

Der Versicherer Hiscox hat seine Cyber-Versicherung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aktualisiert. „Cyberclear“ beinhaltet somit ab sofort neue Schadensquellen – unter anderem Cyber-Betrug oder Betriebsunterbrechungsschäden, die speziell durch einen Cloud-Ausfall oder technische Probleme hervorgerufen werden. Die neuen Leistungen erhalten alle Neu- und Bestandskunden ohne Beitragszuschläge.

Folgende Hauptbestandteile der Police bleiben weiter bestehen:
  • Cyber-Eigenschadendeckung
  • Cyber- und Werbehaftpflichtversicherung
  • Cyber-Betriebsunterbrechung

„Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben wir alle auch im eigenen Alltag gemerkt, was Krise ist und wie schnell Situationen sich verändern können“, erklärt Ole Sieverding von Hiscox. „Für die IT-Sicherheit bedeutet das vor allem eine größere Angriffsfläche durch die großflächige Home-Office-Nutzung und vermehrte Phishing-Angriffe, die versuchen, unseren gestiegenen Informationsdurst auszunutzen.“

autorAutorin
Juliana

Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!