Ab 1. Juli

Neun Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge

Die desolaten Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben weiterhin Folgen für Versicherte. Neun Krankenkassen erhöhen nun unterjährig ihre Zusatzbeiträge.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat einen komplizierten Job vor sich: Die Finanzen der Krankenkassen auf stabile Füße zu stellen.
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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat einen komplizierten Job vor sich: Die Finanzen der Krankenkassen auf stabile Füße zu stellen.

9 der aktuell 94 gesetzlichen Krankenkassen hierzulande haben zum 1. Juli ihre Beiträge erhöht. Das berichtet das unabhängige Vergleichsportal gesetzlichekrankenkassen.de. „Die derzeit teuersten Krankenkassen verlangen 4,40 und 4,39 Prozent Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern“, sagt Geschäftsführer Thomas Adolph. „Heute haben zwei weitere auf 4,35 beziehungsweise 4,30 Prozent Zusatzbeitrag erhöht.“

Diese Krankenkassen haben nun ihre Zusatzbeiträge erhöht:
  • BKK PWC von 2,08 auf 2,40 Prozent
  • BKK Technoform von 2,49 auf 3,49 Prozent
  • BMW BKK von 2,90 auf 3,40 Prozent
  • EY BKK von 1,04 auf 2,29 Prozent
  • IKK – Die Innovationskasse von 3,60 auf 4,30 Prozent
  • IKK Brandenburg und Berlin von 3,10 auf 4,35 Prozent
  • Karl Mayer BKK von 2,90 auf 3,39 Prozent
  • Merck BKK von 3,20 auf 3,97 Prozent
  • Securvita BKK von 3,20 auf 3,90 Prozent

„Nachdem die Politik den Kassen mehrfach in den vergangenen Jahren alle Reserven genommen hat, um Löcher im Haushalt des Gesundheitsministeriums zu stopfen, rächt sich jetzt diese Politik und geht zulasten der Versicherten“, ärgert sich Adolph. „Es ist schlicht nichts mehr da, womit die gesetzlichen Krankenkassen steigende Kosten im System ausgleichen könnten“.

Hier würden auch die derzeitigen Versuche der neuen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nicht viel nutzen. Gesetzlich Versicherte müssten sich deshalb auch künftig auf Hiobsbotschaften in Bezug auf ihre Beiträge einstellen, warnt der Kassenexperte.

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„Geht es rein um die Preise, kann jeder Versicherte jetzt sofort mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende in eine günstigere Kasse wechseln. Wer also im Juli einen Vertrag bei einer neuen Krankenkasse abschließt, kann dort ab Oktober versichert sein“, sagt Adolph.

Aber er warnt gleichzeitig davor, immer nur dem günstigsten Beitrag hinterherzulaufen. Stattdessen sollten sich Versicherte „besser mit den geldwerten Mehrleistungen und weiteren Möglichkeiten der finanziellen Vorteile wie Beitragsrückerstattung oder Bonus- und Prämienprogrammen auseinandersetzen“, rät Adolph.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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