Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Zehn Jahre Lehman-Pleite Verbraucherschützer rufen erneut nach Provisionsverbot – und nach Aktien

Die geplatzte Immobilienblase in den USA lässt die Aktienkurse vor zehn Jahren weltweit implodieren. Der Deutsche Aktienindex – vor der Finanzkrise mit über 8.000 Punkten auf Rekordniveau – stürzt bis auf 3.200 Punkte.
Die geplatzte Immobilienblase in den USA lässt die Aktienkurse vor zehn Jahren weltweit implodieren. Der Deutsche Aktienindex – vor der Finanzkrise mit über 8.000 Punkten auf Rekordniveau – stürzt bis auf 3.200 Punkte. © dpa/picture alliance

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat angesichts des zehnten Jahrestages der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers erneut ein Provisionsverbot sowie eine „kostengünstigere und renditestärkere private Altersvorsorge“ gefordert. Der Versicherungsverband GDV will hingegen die Aktienbegeisterung des VZBV so nicht teilen.

| , aktualisiert am 17.09.2018 09:40  Drucken

Am 15. September 2018 jährt sich die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers zum zehnten Mal. Verbessert habe sich seitdem wenig, aber vieles sei komplizierter geworden, bilanzierte der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) am Donnerstag in einer Stellungnahme. Die Bundesregierung müsse daher „viel aktiver werden, um das Risiko von Vermögensschäden wirksam zu begrenzen“, fordert VZBV-Vorstand Klaus Müller.

Viele der seit der Lehman-Pleite beschlossenen Reformen gingen am Problem vorbei, heißt es in dem Papier. Man fordere daher die Bundesregierung dazu auf, „einen politischen Richtungswechsel einzuleiten und ein Verbot von Provisionen und eine bessere private Altersvorsorge zügig umzusetzen“, betonen die Verbraucherschützer.

Und weiter: Trotz umfangreicher Regulierung auf nationaler und EU-Ebene habe sich die Qualität der Beratung zu Finanzanlagen bis heute nicht genug verbessert. „Ein Provisionsverbot und eine kostengünstigere und renditestärkere private Altersvorsorge sind überfällig“, so Müller.

Aktienbegeisterung der Verbraucherschützer will der GDV so nicht teilen

Konkret setzt sich der VZBV für die Einführung eines Altersvorsorgefonds „als einfaches und kostengünstiges Basisprodukt“ ein. Dieses Basisprodukt würde Verbrauchern den Zugang zum Kapitalmarkt ermöglichen, ohne dass dabei „private Gewinninteressen bedient werden müssten“.

Auch der Versicherungsverband GDV hat das geschichtsträchtige Datum dazu genutzt, um seine eigene Sicht der Dinge darzulegen. Dabei warnt der Verband vor allem davor, die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die infolge der Lehman-Insolvenz – beziehungsweise aus der darauf folgenden Finanzkrise – eingeläutet wurde, zu einseitig zu betrachten. Es sei zwar richtig, berichtet der Verband, dass beispielsweise Aktienindizes wie Dax oder Dow Jones auf historischen Höchstständen notierten und sich die Immobilienpreise in deutschen Metropolen im zweistelligen Prozentbereich befänden.

Aktien? Ja, aber

Gleichwohl betont GDV-Chefvolkswirt Klaus Wiener, dass die private Vorsorge „in der Tat“ darunter leide, dass die Zinsen niedrig seien. „Deshalb setzen auch Versicherer durchaus auf Aktien, allerdings mit Augenmaß“, heißt es in der Stellungnahme. Mehr als 1,5 Billionen Euro haben demnach Versicherer für ihre Kunden aktuell „auf der hohen Kante“, 5,1 Prozent davon in Aktien. Im Jahr 2005 seien es mal knapp neun Prozent, im Jahr 2011 – auch in Folge der Finanzkrise – lediglich 2,9 Prozent. 

Wertpapiere taugten nicht als „Allheilmittel“, heißt es weiter. Wer in den Ruhestand gehe, müsse einigermaßen genau wissen, über welche Mittel er dann verfügen könne. „Eine volatile Anlage kann das nicht leisten, wie die Finanzkrise erschreckend eindrucksvoll belegt“, betont man beim Verband.

MyFolio-Finder
Werbung

Rückblick und Ausblick: Webinar zur Fonds-Entwicklung
Werbung


In diesem einstündigen Webinar der Standard Life Versicherung stehen die Fonds Global Absolute Return Strategies Fund (GARS) und Aberdeen Standard SICAV I Diversified Growth Fund (DGF) im Mittelpunkt.

Andrea Wehner, Investment Specialist Multi Asset, zeichnet die Wertentwicklung des vergangenen Quartals nach, identifiziert die Haupttreiber und erläutert die aktuelle Positionierung der Fonds im Finanzmarktumfeld.

Das Webinar findet am 28. Mai 2019 um 10 Uhr statt. Interessiert? Zur Anmeldung klicken Sie bitte hier.

WeitBlick: Jetzt noch mehr Fonds im Portfolio
Werbung


Der Versicherer Standard Life hat das Portfolio für seine fondsgebundene Lebensversicherung WeitBlick um eine Vielzahl zusätzlicher Fonds aufgestockt – angefangen von BlackRock über Flossbach von Storch bis Raiffeisen oder DWS. Für jeden Anlegertyp ist damit etwas Neues dabei – seien es globale Aktienmärkte, konservative Investments, nachhaltig ausgelegte Fonds oder solche mit sozialem Schwerpunkt.

Makler, die einen Fondswechsel für ihre Kunden planen, finden hier außerdem ein Wechselformular. Jetzt mehr erfahren.

Das Standard-Life-Bekenntnis: Der Kunde im Mittelpunkt des Handelns
Werbung

Wie unterstützt Standard Life seine Kunden dabei, ihren finanziellen Träumen einen Schritt näher zu kommen? Mit fast 200 Jahren Erfahrung, streng geprüften und maßgeschneiderten Investment- und Versicherungslösungen – und mit regelmäßigen, verständlichen und leicht zugänglichen Informationen zu ihrem Vertrag. Jetzt mehr erfahren.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.