Wahlkampfthema Krankenversicherung „Die Beiträge für Nicht-Beamte werden sich in den nächsten zehn Jahren fast verdoppeln“

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und der SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach gehen am 11. August 2017 mit einem SPD-Wahlplakat über den Roncalliplatz in Köln.
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und der SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach gehen am 11. August 2017 mit einem SPD-Wahlplakat über den Roncalliplatz in Köln. © dpa/picture alliance

SPD-Politiker Karl Lauterbach ist voll im Wahlkampfmodus. Interview nach Interview gibt er, das Thema dabei meistens: die private Krankenversicherung (PKV). Der Welt am Sonntag sagte er nun, die Beiträge für Nicht-Beamte würden sich in der PKV in den kommenden zehn Jahren verdoppeln.

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„Die Beiträge für Nicht-Beamte werden sich in den nächsten zehn Jahren fast verdoppeln“, so Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD, in einem Interview mit der Welt am Sonntag. Pro Jahr rechnet er mit einem Beitragsplus von im Schnitt 5 bis 7 Prozent.

Da kleinere Reformen bei der PKV seiner Ansicht nach nicht mehr sinnvoll seien, müsse das Nebeneinander von PKV und GKV beendet und eine Bürgerversicherung eingeführt werden.

Auch andere Parteien wollen an das Thema Krankenversicherung ran. Die Grünen beispielsweise haben zum Ziel, einen Wechsel zwischen den Anbietern zu erleichtern und so für mehr Wettbewerb und geringere Prämiensteigerungen zu sorgen.

Die FDP geht in eine ähnliche Richtung. „Ich möchte die Unternehmen natürlich nicht in den Ruin treiben, aber es muss Wettbewerb zwischen den Anbietern geben“, so Heiner Garg, Gesundheitsminister in Schleswig-Holstein. Dieser sei nicht gegeben, wenn ein Wechsel zu hohen finanziellen Nachteilen für die meisten Versicherten führe.

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