Deutsche Börse in Frankfurt: Die Aktienmärkte unterlagen in der Corona-Krise starken Schwankungen. © picture alliance/dpa | Arne Dedert
  • Von Hannah Dudeck
  • 11.06.2020 um 13:18
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Die meisten Bundesbürger wollen trotz der Corona-Krise einer Studie zufolge nichts an ihrem Spar- und Konsumverhalten ändern. Das Auf und Ab an den Aktienmärkten hat Sparer kaum beeindruckt.

Mit 83 Prozent will die große Mehrheit der Deutschen ihr Sparverhalten aufgrund der Corona-Krise nicht auf den Prüfstand stellen. Das geht aus dem aktuellen Anlegerbarometer der Fondsgesellschaft Union Investment hervor – einer repräsentativen Befragung von 500 Finanzentscheidern zwischen 20 und 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen. 10 Prozent der Befragten wollen jetzt mehr sparen, nur 6 Prozent geben an, nun weniger Geld zurücklegen zu wollen. Dabei machen sich 70 Prozent der Anleger keine Sorgen um die Sicherheit ihrer Geldanlagen. Nur einer von zehn Befragten denke darüber nach, eine andere Anlageform zu wählen.

Dabei legen die Deutschen ihr Geld auch weiterhin am liebsten in Immobilien (71 Prozent) und Gold (55 Prozent) an. Im Vergleich zum Vorquartal seien die Beliebtheitswerte hier aber etwas zurückgegangen. Auf Platz 3 und 4 landen Aktien und Investmentfonds: 45 Prozent beziehungsweise 39 Prozent der Befragten finden diese Formen der Geldanlage besonders attraktiv.

Fondssparer sind trotz Kursschwankungen zufrieden

Am zufriedensten sind der Befragung zufolge – trotz der Kursschwankungen der vergangenen Wochen – Sparer, die ihr Geld in Investmentfonds anlegen. 55 Prozent von ihnen halten Fonds als Sparform weiterhin für attraktiv. Bei Inhabern eines Sparbuchs oder Sparkontos sind es nur 18 Prozent. „Wir denken, dass die meisten aus vorherigen Krisen gelernt haben und daher besonnen geblieben sind“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

Auch am Sicherheitsbedürfnis bei der Geldanlage hat die Corona-Krise nichts geändert. Mit 80 Prozent sagt die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer, dass sie in Bezug auf die Sicherheit ihrer Geldanlage nicht umdenken. Nur 15 Prozent legen nun mehr Wert auf Sicherheit, 5 Prozent sind dagegen bereit, mehr Risiko für eine höhere Rendite einzugehen.

Während der Finanzkrise im dritten Quartal 2009 seien Sparer weniger entspannt gewesen. Damals gaben nur 45 Prozent an, dass sich in der Krise nichts an ihrer Risikoeinstellung geändert habe. Mehr als die Hälfte der Befragten wollte damals zudem mehr Wert auf Sicherheit legen. „Die Zahlen deuten an, dass die Anleger sich weiterentwickelt haben und mit mehr Gelassenheit reagieren – auch wenn die Kurse sich mal deutlich verändern“, so Gay.

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Hannah Dudeck

Hannah Dudeck arbeitet seit 1. April 2020 als freie Redakteurin für Pfefferminzia.

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