Glückliche Generationen? Wenn's ans Erben geht, gibt es auch hier und da Streit © picture alliance / Zoonar | scusi
  • Von Sabine Groth
  • 29.05.2024 um 13:40
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Fast jeder zweite Deutsche, der mit einer Erbschaft rechnet, plant diese als Teil seiner Altersvorsorge ein. Das ergibt eine Umfrage im Auftrag der Deutschen Bank. Das ist zwar bequem, kann allerdings nach hinten losgehen.

Nur rund jeder vierte Erwachsene (23 Prozent) in Deutschland hat bislang geerbt. Das ergibt zumindest eine bevölkerungsrepräsentative Yougov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Bank unter Personen ab 18 Jahren. Meist ging es dabei nicht um riesige Beträge. 27 Prozent der Erben gaben an, weniger als 10.000 Euro erhalten zu haben, knapp 25 Prozent erbten zwischen 10.000 und 50.000 Euro. Nur 13 Prozent der Erbschaften hatten einen Wert über 250.000 Euro.

Die Umfrage zeigt auch, dass etwa jeder zweite Befragte, der mit einem Erbe rechnet (49 Prozent), dieses für seine Altersvorsorge einplant. 26 Prozent sehen es als Baustein, 23 Prozent sogar als „wesentlichen Teil“.

Die auf Seniorenfragen spezialisierte Anja Maultzsch aus dem Kundenbeziehungsmanagement der Postbank hält dies für unverantwortlich. Schließlich wisse man nicht, wann und wie viel man tatsächlich erbt. „Die Menschen werden immer älter, genießen ihren Lebensabend und konsumieren gern. Gleichzeitig steigt mit dem Alter das Risiko, auf Unterstützung im Alltag angewiesen zu sein. Pflege geht ins Geld und oftmals müssen Vermögenswerte eingesetzt werden, um sie zu finanzieren“, so Maultzsch.

Und noch etwas kommt hinzu: Jeder fünfte (21 Prozent) Umfrageteilnehmer, der bereits geerbt hat, gab ab, dass es Streit beim Nachlass gab. Bei Erbschaften von über 50.000 Euro waren es sogar 26 Prozent. Und in den Fällen, in denen die Erbschaft als Teil der Altersvorsorge vorgesehen war, wurde bei 29 Prozent gestritten.

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Sabine Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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