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Lebensversicherer monieren Debatte um Run-offs werde zu emotional geführt

Wolfgang Weiler: Der Chef des Branchenverbands GDV hält die Diskussion um Bestandsübertragungen in der Lebensversicherung für viel zu unsachlich.
Wolfgang Weiler: Der Chef des Branchenverbands GDV hält die Diskussion um Bestandsübertragungen in der Lebensversicherung für viel zu unsachlich. © Huk-Coburg

Die Lebensversicherer halten die Debatte um Bestandsübertragungen in der Lebensversicherung für „extrem unsachlich“ und zu emotional. Von einem Verkauf der Kunden könne keine Rede sein, so Wolfgang Weiler, Chef des Branchenverbands GDV.

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„Da werden nicht Kunden verkauft, da werden nicht Verträge verkauft, da werden in der Regel Unternehmen verkauft“, sagte Wolfgang Weiler, Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf der Jahrespressekonferenz des Verbands am Mittwoch in Berlin. Der Vorgang des Run-offs sei „völlig legal und völlig legitim”, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Verbandschef.

Ende 2017 hatte die Diskussion um Bestandsübertragungen ihren Höhepunkt erreicht, als Ergo und Generali ankündigten, ihre Leben-Töchter verkaufen zu wollen. Diese Woche erhielt die Debatte neues Futter durch die Ankündigung der Axa, ihre Pensionskasse an die Frankfurter Leben Gruppe zu übertragen.

Verbraucherschützer und manche Politiker werfen den Versicherern vor, das Vertrauen der Kunden in die Lebensversicherung zu verspielen und die Kunden zur Ware zu degradieren. Politiker der Union haben bereits erklärt, das Thema auf die politische Agenda heben zu wollen.

Markus Faulhaber, Vorstand Lebensversicherung der Allianz Deutschland, stellte in Berlin klar, dass eine Bestandsübertragung auch Vorteile für die Kunden haben könne, berichtet Reuters weiter. Nämlich dann, wenn die Verträge beim kaufenden Unternehmen effizienter verwaltet werden könnten und man die Kunden daran beteilige.

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