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„Branchenweite Initiative“ Fonds Finanz will Softfair an Versicherer verkaufen

Norbert Porazik und Markus Kiener, Gesellschafter der Fonds Finanz.
Norbert Porazik und Markus Kiener, Gesellschafter der Fonds Finanz. © Fonds Finanz

Der Maklerpool Fonds Finanz will seine Online-Plattform Softfair an Versicherer verkaufen. Die Unternehmen können jeweils Anteile bis zu 3 Prozent an Softfair erwerben, insgesamt sollen bis zu 100 Prozent abgeben werden, wie Fonds-Finanz-Eigner Norbert Porazik erklärte. Man wolle mit dem Schritt unter anderem auf den Druck großer Online-Vergleichsportale reagieren.

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Der Münchner Maklerpool Fonds Finanz hat angekündigt, die 2017 übernommene Online-Plattform Softfair an Versicherer verkaufen zu wollen. Jede Gesellschaft darf den Plänen zufolge bis zu 3 Prozent erwerben, insgesamt stehen sämtliche Softfair-Anteile zum Verkauf. 

„Als alleinige Gesellschafter der Finanzsoft prüfen wir derzeit, das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, um dann bis zu 100 Prozent der Anteile kleinteilig an möglichst viele Versicherungsgesellschaften zu veräußern“, teilten die Fonds-Finanz-Eigner Norbert Porazik und Markus Kiener am Montag mit.

„Derzeit finden erste Gespräche mit den Versicherungsgesellschaften statt“, so Porazik. Alle bislang angesprochenen Gesellschaften stünden der „branchenweiten Initiative“ äußerst positiv gegenüber, heißt es.

Ihr Vorhaben begründen Porazik und Kiener damit, dass die Branche infolge der Digitalisierung vor großen Herausforderungen stehe. „Die beteiligten Akteure sind insbesondere durch die großen Online-Vergleichsportale und durch das Auftreten von Fin- und Insurtechs großem Druck ausgesetzt.“

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ bereits am Sonntag berichtete, sei das Verkaufsangebot von Porazik und Kiener auch als Antwort auf die jüngste Maßnahme eines Rivalen zu verstehen. So habe der Finanzvertrieb Swiss Life Select seine Software-Vereinbarung mit Softfair gekündigt, um sein Geschäft ab Januar 2020 vor allem über die Plattform des Softwareanbieters Franke und Bornberg zu platzieren. 

Weiter mutmaßt die Zeitung, dass Porazik und Kiener mit ihrem Schritt beruhigend auf die Versicherer einwirkten: Wer Anteilseigner bei Softfair ist, kann kaum aus dem Vergleichsprogramm fliegen. Und diese Gefahr hätte ernste Folgen: Wenn ein großer Pool entscheidet, einen bestimmten Versicherer nicht mehr zu listen, bricht dort das Neugeschäft ein“, so die SZ.

Laut der Zeitung dürfte Softfair mit 40 bis 50 Millionen Euro bewertet werden.

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