Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Verweis auf britische Studie Verbraucherzentrale drängt auf Provisionsverbot in Deutschland

Dorothea Mohn leitet das Team Finanzmarkt beim Verbraucherzentrale Bundesverband.
Dorothea Mohn leitet das Team Finanzmarkt beim Verbraucherzentrale Bundesverband. © VZBV

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat bekräftigt, sich für ein Provisionsverbot in Deutschland einzusetzen. Mit Verweis auf den aktuellen Fortschrittsbericht der britischen Finanzaufsicht erklärte der VZBV, dass ein Provisionsverbot in Großbritannien Wirkung erzielt habe. Hingegen sei die Qualität der Anlageberatung in Deutschland „nachweislich schlecht“. Deshalb brauche es auch in Deutschland „dringend ein Provisionsverbot“.

20.04.2017 14:50  Drucken

Der aktuelle Fortschrittsbericht zum Financial Advice Market Review (FAMR) der britischen Finanzaufsicht zeige, dass „ein Provisionsverbot wirkt“, erklärt der VZBV. Sowohl die Beratungsqualität als auch das Vertrauen der Verbraucher in die Finanzberatung würden im Vereinigten Königreich zunehmen. Das Land hat im Jahr 2013 ein Provisionsverbot für Anlageberatungen zugunsten einer Honorarberatung eingeführt.

„Beratung ist nie kostenlos. Im Gegensatz zur Finanzierung durch Provisionen steht bei einer Beratung auf Honorarbasis aber das Kundeninteresse im Mittelpunkt“, sagt Dorothea Mohn vom VZBV. Das sei wichtig, so Mohn, „damit Verbraucher passende Produkte empfohlen bekommen“.

Die Erfahrungen aus Großbritannien zeigten unter anderem, „dass unabhängige Beratung für alle Verbraucher bezahlbar gemacht werden kann“. So lobte der VZBV, dass britische Arbeitgeber die Kosten für die Beratung ihrer Angestellten steuerlich geltend machen dürfen oder dass Verbraucher „eine unabhängige Beratung aus ihren Rentenansprüchen“ finanzieren könnten.

„Den größten Effekt erhofft sich die Aufsicht aber vom steigenden Verbrauchervertrauen“, erklären die Verbraucherschützer im Hinblick auf die Studie. Bisher habe der Mangel an Vertrauen dazu geführt, dass viele Verbraucher überhaupt keine Beratung in Anspruch genommen hätten.

Die Behörden Financial Conduct Authority (FCA) und HM Treasury (HMT) haben den FAMR im März 2016 erstmals veröffentlicht. Ziel ist demnach, die Wirkung des Provisionsverbots in Großbritannien zu bewerten.

Die Eckpunkte der Studie hat der VZBV hier zusammengefasst.

MyFolio Roadshow
MyFolio
Werbung



Mit MyFolio-Fondslösungen von Standard Life können Ihre Kunden die ständigen Marktschwankungen für Ihren Vermögensaufbau nutzen. Je nach individuellen Investmentzielen stehen dabei unterschiedliche chancen- oder sicherheitsorientierte Portfolios zur Auswahl.

MyFolios-Produkte sind in den fondsgebundenen Rentenversicherungen Maxxellence Invest und Park Allee von Standard Life erhältlich. Warum MyFolio? Das erfahren Sie im Video.

Der Ruhestand als Abenteuer
Werbung


Krebsdiagnose, Finger ab und trotzdem um die Welt gereist – Heidi Hetzer (79) ist ein beeindruckendes Beispiel der sogenannten „Silver Society“. Diese Generation lebt immer länger und möchte dabei ihren Lebensabend selbst bestimmen.

Hierfür bedarf es einer guten Rentenversicherung: Sie soll nachhaltig und flexibel sein, jahrzehntelang ausreichen und mögliche Finanzkrisen aushalten. Wie sich die Rentenversicherungen der Standard Life diesen Bedürfnissen anpasst, erfahren Sie hier.

Wie Sparen wieder Spaß machen kann
Werbung


Lohnt sich das Sparen in zinslosen Zeiten überhaupt noch? Nein, so der aktuelle Tenor. In Deutschland unterliegen immer mehr Sparer der Sparmüdigkeit.

Lesen Sie hier, welche Konzepte gegen die Nullzinsen helfen und wie das Sparen wieder Spaß machen kann.

Die Hausbanken der Staaten
Werbung


Sie bestimmen die Goldpolitik eines Landes oder Währungsraums und werden als „Hüterinnen der Währung“ bezeichnet. Darüber hinaus sind Zentralbanken für den Zahlungsverkehr und die geldlichen Bedürfnisse der Wirtschaft zuständig.

Wie agieren diese geldpolitischen Institute und worüber entscheiden sie? Das lesen Sie hier.