Verkauf von Beständen Generali offenbar vor exklusiven Gesprächen mit Viridium

Die Generali in München: Der Versicherer soll vor Verkaufsverhandlungen mit der Run-off-Plattform Viridium stehen.
Die Generali in München: Der Versicherer soll vor Verkaufsverhandlungen mit der Run-off-Plattform Viridium stehen. © Generali

Die Generali möchte sich im Rahmen ihres Umbaus von 4 Millionen Lebensversicherungspolicen trennen. Das ist bereits seit Herbst 2017 bekannt. Nun steht der Versicherer offenbar kurz vor exklusiven Verhandlungen mit dem Bestandskäufer Viridium.

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Die Generali will offenbar exklusive Verhandlungen mit dem Bestandskäufer Viridium aufnehmen. Dabei geht es um den Verkauf der rund 4 Millionen Bestandsverträge der Generali Leben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters auf Basis der Aussagen einer Person, die mit dem Vorgang vertraut sein soll. Eine finale Entscheidung stehe aber noch aus.

Nach Informationen der Süddeutscher Zeitung sprechen die Viridium-Gruppe und deren Anteilseigner, der britische Investor Cinven und die Talanx-Tochter Hannover Rück, bereits mit der Finanzaufsicht Bafin über die Transaktion.

Demnach werde die Generali wohl bis zu 20 Prozent an der Generali Leben behalten, und das mit der Verantwortung gegenüber ihren Kunden begründen, wie die Zeitung schreibt. Hintergrund sei der starke politische Gegenwind.

So erklärte die Bundesregierung jüngst, das Thema Run-off „weiter intensiv beobachten“ zu wollen. Außerdem behalte man sich vor, „erforderlichenfalls gesetzliche Regelungen vorzuschlagen“, wie es im Entwurf zur Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) heißt.

Im März hatte Generali-Chef Philippe Donnet auf der Bilanzpressekonferenz des Versicherers gesagt, dass grundsätzlich zwei Varianten für die Verträge der Generali Leben infrage kämen. Man könne die Bestände an eine Run-Off-Gesellschaft – wie eben Viridium – verkaufen, oder sie intern verwalten.

Würde die Generali ihre Bestände verkaufen, wäre das die größte Transaktion dieser Art bisher. Vorher müsste aber die Bafin als mutmaßlicher Verhandlungspartner dem Verkauf noch zustimmen.

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