Zentrale der Hanse Merkur in der Hamburger Innenstadt. © HanseMerkur / Yorbiter
  • Von Lorenz Klein
  • 21.04.2021 um 17:11
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Alles nochmal gut gegangen – so in etwa lautet die Bilanz des Versicherers Hanse Merkur zum Corona-Jahr 2020. Trotz herber Einbußen in der Reiseversicherung stand schlussendlich ein Bruttoüberschuss von 414 Millionen Euro zu Buche – so viel wie noch nie. In einem deutlich erschwerten Umfeld habe sich die Hanse Merkur „sensationell gut geschlagen“, so Vorstandschef Eberhard Sautter.

Dank guter Zahlen in der Lebensversicherung und in der privaten Krankenversicherung (PKV) konnte der Hamburger Versicherer Hanse Merkur das Corona-Jahr 2020 positiv abschließen. Wie Konzernchef Eberhard Sautter am Dienstag in einem digitalen Pressegespräch erläuterte, konnte die Versicherungsruppe trotz herber Einbußen im bedeutsamen Reisegeschäft einen Bruttoüberschuss von 414 Millionen Euro erzielen.  

Damit einhergehend konnten die Hamburger ihr Eigenkapital deutlich stärken. Es stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 804 Millionen Euro. „Das macht mich besonders stolz“, ließ Sautter wissen, denn „wenn die Zeiten volatiler sind, wenn sie schwieriger werden“, dann sei das Eigenkapital „letztendlich die härteste Währung“.

Starkes PKV-Neugeschäft

Die Bruttobeitragseinnahmen stiegen über alle Geschäftsfelder betrachtet um gut 13 Prozent auf fast 2,6 Milliarden Euro. Insofern wollte Sautter das Umsatzziel von 3 Milliarden Euro bis zum Jahr 2025 – dann feiert die Hanse 150. Geburtstag – auch nicht einkassieren. „Ziele sollen immer anspruchsvoll, ehrgeizig aber auch erreichbar sein“, erklärte Sautter. Wenn es mehr würde, habe man aber nichts dagegen, so der Vorstandschef weiter.

Im Hauptgeschäftsfeld „Gesundheit und Pflege“, worunter auch die private Krankenversicherung fällt, wuchsen die Beitragseinnahmen um 5,1 Prozent auf fast 1,7 Milliarden Euro. Mit mehr als 11.000 neuen PKV-Vollversicherten habe man hinter der Debeka den zweiten Platz bei den Neuzugängen belegt. Bereits 2019 „hatten wir nach der Debeka den höchsten Nettozuwachs mit 7.720 vollversicherten Personen“, freute sich Sautter.

Corona kostet der Krankenversicherung rund 23 Millionen

Die coronabedingten Kosten in der Krankenversicherung bezifferte Sautter auf 22,8 Millionen Euro. Weitere 12,7 Millionen Euro seien für Corona-Schäden und Rückstellungen in der Reisekautionsversicherung angefallen. Die Sparte Reise und Freizeit war dann auch die einzige die erhebliche Einbußen zu verkraften hatte. Die Beiträge gingen um 33,3 Prozent auf rund 160 Millionen Euro zurück, was etwa dem Niveau von 2013 entspricht.

Das relativ gesehen stärkste Wachstum gab es im Geschäftsfeld Risiko- und Altersvorsorge. Dieses nahm um satte 80 Prozent von knapp 370 Millionen auf rund 660 Millionen Euro zu – was allerdings zum Großteil auf die rund 297 Millionen Euro im Einmalbeitragsgeschäft zurückzuführen ist.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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