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Trendstudie Welche Herausforderungen auf die Krankenversicherer zukommen

Ärzte im Krankenhaus: In Zukunft wird einiges auf die Gesundheitsbranche zukommen.
Ärzte im Krankenhaus: In Zukunft wird einiges auf die Gesundheitsbranche zukommen. © Pixabay

Die Digitalisierung macht auch vor der Gesundheitsbranche keinen Halt. Eine gemeinsame Studie der AOK Plus mit Forschern der Denkfabrik 2b Ahead gibt nun darüber Aufschluss, mit welchen Trends die Krankenversicherer in Zukunft rechnen müssen und wie sie den modernen Anforderung der Kunden langfristig gerecht werden können.

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Die Gesundheitsbranche steht vor enormen Veränderungen. Der Druck auf Akteure wie die Krankenversicherer steigt dank moderner und digitaler Ansprüche der Kunden. Laut einer aktuellen Studie von Trendforschern der Denkfabrik 2b Ahead zusammen mit der AOK Plus werden die Anbieter künftig immer mehr zu Gesundheitsförderern.

Laut Experteneinschätzung messen die Gesundheitskunden der Zukunft die Leistungsfähigkeit ihrer Gesundheitsanbieter an deren Prognosekompetenz. Immer häufiger werde dabei auch auf digitale Lösungen und Angebote geachtet. Heißt im Klartext: Der Druck, immer auf dem neusten Stand zu sein und im Wettbewerb mithalten zu können, steigt.

Die Studienautoren haben sieben Tipps zusammengestellt, wie die Krankenversicherer sich mittelfristig erfolgreich für die Zukunft aufstellen können:

1. Sie sollen ein Parallelunternehmen aufbauen, in welchem die Krankenversicherung der Zukunft von Grund auf neu aufgebaut werden kann. Krankenversicherer sollten „mit einem kleinen Team arbeiten und schrittweise ihre Beschäftigten ins neue Konstrukt einbringen.“ Das neue Unternehmen solle dann in zehn Jahren das heutige Gerüst ersetzen.

2. Neu-Errechnung der Versicherungsbeiträge: Daten, Verträge und Transaktionen müssen laut der Experten künftig „individuell, situativ flexibel und gemessen an der Bereitschaft zum Teilen ihrer Daten“ an den Kunden angepasst werden.

3. Kunden sollten die Macht über ihre eigenen Daten haben. Versicherer sollten dabei „die Daten, Verträge und Transaktionen mittels Smart Contracts (Blockchain) vor Manipulation, unautorisiertem Zugriff und Betrug“ schützen.

4. Es sollte einen automatisierten Kundenservice und automatisierte Verwaltungs- und Risikoprüfungs-Prozesse geben.

5. Individualisierte und automatische E-Learning-Angebote für die Kunden anbieten: Denn laut Experten ist „eine höhere Allgemeinbildung gut für die Gesundheit“.

6. Ein Geschäftsmodell für die Telemedizin erarbeiten: Versicherer sollten „in Echtzeit die Auslastung der Leistungserbringer ermitteln und diese mit dem nötigen Equipment ausstatten, um Anamnese und Diagnose mittels Videoübertragung zu realisieren“. Auch Selbstdiagnosemöglichkeiten sollten den Kunden möglich sein.

7. Ein Geschäftsmodell für „Ambient Assisted Living“ erarbeiten: Versicherer sollten „alle nötigen Dienstleister von Leistungserbringern über Elektroinstallateure bis zu Smart-Home-Ausstattern vernetzen“, so die Studienautoren.  Die Gesundheitskunden könnten die Kosten auf Wunsch mit Ratenzahlung oder Leasingmodellen bezahlen, ein weiterer Anteil müsse aus Fondsgeldern und staatlichen Zuschüssen finanziert werden.

Außerdem haben die Studienautoren fünf weitere Tipps für den langfristigen Erfolg von Krankenversicherungen gegeben:

1. Versicherer sollten sich in die Lage der Kunden versetzen und ihnen in Echtzeit ihren Gesundheitswert nennen können. So ließen sich bessere Präventions- und Optimierungsangebote verbreiten.

2. Versicherungskunden sollten Sensoren erhalten, damit die Anbieter Bewegungs- und Umweltdaten erfassen können, um ein Bild von der Lebenssituation der Kunden zu bekommen.

3. Versicherer sollten „Hersteller gesundheitsfördernder und -optimierender (Lebens-)Mittel auf einer digitalen Plattform“ sein. Für den Fall, dass Kunden die Produkte kaufen, könne der Versicherer weitere Daten verlangen, damit die Beiträge sinken. „Hersteller zahlen eine Verkaufsprovision und tragen somit zur Finanzierung des Systems bei“, rät die Studie.

4. Quantencomputer für den Wettbewerb: So sollten die Anbieter besser und schneller große Datenmengen auswerten und ihre Systeme absichern können.

5. Ein weiterer Zukunftstipp der Studienautoren: 3D-gedruckte Organe für die Kunden. „Auf Wunsch auch zur Leistungsoptimierung und Lebensverlängerung.“

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