Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) möchte, dass sich die Bürger "möglichst unbürokratisch an einer zentralen Stelle informieren können, wie es um ihre gesamte Altersvorsorge bestellt ist". © dpa/picture alliance
  • Von Manila Klafack
  • 02.04.2019 um 11:48
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Der Plan der Bundesregierung, ein zentrales Onlineportal für eine säulenübergreifende Renteninformation zu schaffen, könnte kommenden Herbst ins Gesetzgebungsverfahren starten. Dies geht aus einem Medienbericht hervor, der sich auf ein Gutachten im Auftrag des Sozial- und Finanzministeriums stützt. Darin wird der schrittweise Aufbau des Portals beschrieben.

Das Gesetzgebungsverfahren für die „säulenübergreifende Renteninformation“ könnte dem Handelsblatt zufolge im Herbst starten.

Hintergrund: Aktuell fällt es den meisten Menschen schwer, genau zu sagen, wie hoch ihr Einkommen aus gesetzlicher Rentenversicherung, betrieblicher Altersversorgung und der privaten Vorsorge sein wird. Das soll sich mit diesem Portal ändern. Insbesondere sollen damit mögliche Lücken rechtzeitig erkannt und noch geschlossen werden können (wir berichteten).

„Eine verlässliche Rentenpolitik ist das Kernversprechen unseres Sozialstaats. Dazu gehört auch, dass sich die Bürgerinnen und Bürger möglichst unbürokratisch an einer zentralen Stelle informieren können, wie es um ihre gesamte Altersvorsorge aus allen drei Säulen bestellt ist“, wird Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) im Bericht zitiert.

Dass sich mehr als die Hälfte der Berufstätigen genau das wünschen, zeigen demnach einige Untersuchungen. Zudem würden die Versorgungsbausteine für das Alter nicht zuletzt aufgrund einer sich ändernden Arbeitswelt kleinteiliger und die Zahlungsquellen für Versorgungsbezüge vielfältiger, so das Handelsblatt weiter.

Die Experten empfehlen, stufenweise zu beginnen, um schnell starten zu können. In einer ersten Stufe sollen Informationen der Vorsorgeeinrichtungen zusammengefasst werden, die schon regelmäßig sogenannte Standmitteilungen versenden. Das sind neben der gesetzlichen Rentenversicherung und Versicherungsunternehmen vor allem große Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung. Andere Leistungen, zum Beispiel aus der Beamtenversorgung, berufsständischen Versorgungswerken und der weiteren betrieblichen und privaten Vorsorge, können dann nach und nach ergänzt werden.

„Es ist nicht sinnvoll zu warten, bis alles unter einem Hut ist“

Wir haben in Deutschland eine sehr heterogene Landschaft in der Altersvorsorge. Hier die richtigen Daten auf einer Plattform zusammenzufassen, ist deshalb eine sehr herausfordernde Aufgabe“, berichten Gundula Dietrich und Dr. André Geilenkothen, beide Partner beim Beratungsunternehmen Aon, in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Sie verantworten gemeinsam mit Hans-Joachim Zwiesler von der Universität Ulm eine Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie dem Bundesministerium der Finanzen. Darin wird der Weg zu einem übersichtlichen Informationssystem zur Altersvorsorge skizziert.

Es ist nicht sinnvoll zu warten, bis alles unter einem Hut ist, erklären die Aon-Partner. Heißt: Die Experten empfehlen, stufenweise zu beginnen, um schnell starten zu können. In einer ersten Stufe sollen Informationen der Vorsorgeeinrichtungen zusammengefasst werden, die schon regelmäßig sogenannte Standmitteilungen versenden. Das sind neben der gesetzlichen Rentenversicherung und Versicherungsunternehmen vor allem große Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung. Andere Leistungen, zum Beispiel aus der Beamtenversorgung, berufsständischen Versorgungswerken und der weiteren betrieblichen und privaten Vorsorge, könnten dann nach und nach ergänzt werden, wie es heißt.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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