Der Porsche Macan gehört zu den Modellen, die sich in der neuen GDV-Typklasse verschlechtern. © picture alliance/dpa/Alexandre Marchi
  • Von Manila Klafack
  • 17.09.2020 um 14:27
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Halter von SUVs und hochmotorisierten Oberklasse-Modellen müssen mit steigenden Kfz-Versicherungsbeiträgen rechnen. Das geht aus der neuen Einteilung der Typklassen hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute veröffentlicht hat.

Für rund 6,1 Millionen Autos in Deutschland könnte die Kfz-Versicherung demnächst teurer werden. Etwa 4,6 Millionen Autos könnten dagegen etwas günstiger versichert werden. Für circa 30,6 Millionen Autos, und damit etwa 75 Prozent, bleibt die Typklasse unverändert. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat heute seine neue unverbindliche Typklassenstatistik veröffentlicht. Versicherer können sie ab sofort für neue Verträge und zur Hauptfälligkeit bestehender Verträge, in der Regel am 1. Januar 2021, anwenden.

Große Sprünge sind demnach die Ausnahme. Nur für wenige Modelle geht es um mehr als eine Klasse nach oben oder nach unten. Der Seat Arona 1.5 (Typ KJ, seit 2017) und der Skoda Karoq 2.0 TDI 4×4 (Typ NU, seit 2017) beispielsweise verbesserten sich jeweils um drei Klassen. Das Tesla Model S (Typ 002, seit 2015) verschlechterte sich dagegen um vier und der Citroen 4 Aircross 1.6 (Typ B, seit 2012) um drei Typklassen.

Während in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Leistungen für geschädigte Unfallgegner maßgeblich seien, spiele in der Kaskoversicherung unter anderem der Wert des versicherten Autos eine Rolle, so der Hinweis des GDV. Viele hochmotorisierte Oberklasse-Modelle und SUVs, wie der Porsche Macan Turbo 3.6 (Typ 95B, seit 2014) und der Range Rover Velar 20D AWD (Typ LY, seit 2017) werden daher in hohe Typklassen eingestuft. Ältere Modelle und Kleinwagen wie der Citroen C3 Picasso 1.4 (Typ SH, seit 2008) oder der Suzuki Swift 1.2 (Typ AZ, seit 2017) in eher niedrige Klassen.

Automodell und Schadensbilanz sind die Berechnungsgrundlage

Wie hoch der Beitrag einer Kfz-Versicherung schließlich sei, hänge von verschiedenen Merkmalen ab. Das Automodell gehört ebenso dazu wie die Schadensbilanzen aller in Deutschland zugelassenen Automodelle, die jährlich vom GDV ausgewertet werden. Die Typklassenstatistik des GDV umfasse rund 31.000 verschiedene Modelle und deren Schadenbilanzen der Jahre 2017 bis 2019.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es demnach 16 Typklassen (10-25), für die Einstufung des Modells sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen maßgeblich.

Die Vollkaskoversicherung basiert auf 25 Typklassen (10-34). In die Berechnung fließen die Schäden am eigenen Auto nach selbstverschuldeten Unfällen sowie die Teilkaskoschäden (unter anderem Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse) vollkaskoversicherter Fahrzeuge ein.

24 Typklassen (10-33) sind es in der Teilkaskoversicherung. Für diese Statistik werden die Teilkaskoschäden kaskoversicherter Fahrzeuge betrachtet.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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