Jürgen Bierbaum ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit. © Alte Leipziger
  • Von Lorenz Klein
  • 06.05.2022 um 13:35
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Seit Jahresbeginn bietet auch die Alte Leipziger eine Grundfähigkeitsversicherung (GFV) an. Was den Lebensversicherer zu dem Schritt bewogen hat und inwieweit die GFV in der Lage ist, Maklern verlässliche Standards zu bieten, haben wir Vize-Chef Jürgen Bierbaum im Rahmen unser Interviewreihe zur Grundfähigkeitsversicherung gefragt.

Pfefferminzia: „Als wesentliche Wachstumstreiber sehen die Lebensversicherer die Fondspolicen sowie Berufsunfähigkeits- und Grundfähigkeitsversicherungen“, heißt es in einer aktuellen Einschätzung der Ratingagentur Assekurata. Teilen Sie diese positiven Aussichten – insbesondere im Hinblick auf die Grundfähigkeitsversicherung?

Jürgen Bierbaum: Wir teilen diese positiven Aussichten – insbesondere im Hinblick auf die Grundfähigkeitsversicherung. Trends und Entwicklungen am Markt beobachten wir sehr genau. Bei neuen Versicherungslösungen fragen wir uns, ob es von Seiten des Kunden wirklich einen Bedarf gibt und achten darauf, ob die Vertriebspartner das neue Angebot auch akzeptieren – und diese Voraussetzungen sehen wir bei der Grundfähigkeitsversicherung als erfüllt an. Man muss sehen, dass vor allem Auszubildende, Berufsanfänger sowie Menschen mit handwerklichen Berufen regelmäßig nur über ein vergleichsweise geringes Vorsorgebudget verfügen. Unser Anspruch ist hier, dass auch mit geringeren Beiträgen ein fundierter Versicherungsschutz angeboten werden kann. Im Januar 2022 haben wir deshalb das Produktportfolio der Alte Leipziger Lebensversicherung um eine Grundfähigkeitsversicherung erweitert.

Beim Analysehaus Franke und Bornberg beobachte man, „dass versicherte Grundfähigkeiten berufsspezifischer werden. Das erleichtert den Zielgruppenverkauf“, hieß es jüngst. Gründet sich der Optimismus der Versicherer im Vertrieb der GFV nicht zuletzt auch darauf?

Menschen sind unterschiedlich – und somit auch ihr Vorsorgebedarf. Eine individuelle, kundenorientierte Absicherung halten wir daher für zwingend erforderlich. Zielgruppenkonzepte helfen, die für einen bestimmen Beruf wichtigen Grundfähigkeiten auszuwählen. Neben den beruflichen Fähigkeiten sind jedoch auch persönliche Fähigkeiten schützenswert. Die Alte Leipziger hat daher nicht nur umfangreiche Zielgruppenkonzepte erarbeitet, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, den Versicherungsschutz mit Bausteinen individuell modular zusammenzustellen. Wer es einfacher haben möchte, wählt eines unserer vorgefertigten Komfort-Konzepte, die die wichtigsten alltäglichen Fähigkeiten absichern. Aber auch andere Produktmerkmale halten wir für erfolgversprechend, zum Beispiel die Grundfähigkeitsversicherung für Kinder, die schon ab einem Alter von sechs Monaten abgeschlossen werden kann und die ab einem Alter von 3 Jahren in einen umfassen Grundfähigkeitsschutz umgewandelt wird. Wer möchte, kann dann ab einem Alter von 10 Jahren zusätzliche Grundfähigkeiten versichern oder den Schutz in eine Berufsunfähigkeitsversicherung umwandeln.

Das Analysehaus Franke und Bornberg hat den Versicherern Fortschritten bei der Ausgestaltung der Grundfähigkeitsversicherungen attestiert. Was muss aus Ihrer Sicht noch verbessert werden, damit dieses Produkt ein besseres Standing im Vertrieb erhält?

Für uns ist es wichtig, den Kunden einen absolut hochwertigen Versicherungsschutz zu bieten. Deshalb haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Versicherungsbedingungen und die Definition der Grundfähigkeiten gelegt. Denn diese sind am Ende ja dafür entscheidend, ob der Kunde eine Leistung erhält. Wir sind davon überzeugt, dass uns ein marktführendes Produkt gelungen ist. Wir haben unseren Tarif zur Markteinführung von Assekurata bewerten lassen und erreichen mit 95 Prozent der definierten Standards die Note 1,0 für unser Produkt.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit 2016 an.

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