Die durch das Wasser zerstörte Bundesstrasse B265 bei Erftstadt. Für diese Fällen brauchen Unternehmen einen Notfallplan. © picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack
  • Von Manila Klafack
  • 23.07.2021 um 12:26
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Die aktuelle Flutkatastrophe hat gezeigt, dass auch Orte abseits der klassischen Risikogebiete von Hochwasser bedroht sind. Daher sollten sich auch Unternehmen einen Notfall-Basisplan zurechtlegen, empfiehlt der Ingenieur für vorbeugende Schadenverhütung beim Allianz-Spezialversicherer AGCS, Thomas Heintz.

Die Hochwasser-Katastrophe im Westen Deutschlands stellt auch an Unternehmen neue Anforderungen in der Risikovorsorge – selbst wenn die Unternehmen außerhalb ausgewiesener Hochwassergebiete ansässig sind. Darauf weist der Spezialversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) hin.

„Das Schadenbild zeigt, dass auch Unternehmen außerhalb größerer Gefahrenzonen, aber in der Nähe von kleinen Flüssen oder gar Bächen von massiven Überschwemmungen betroffen sein können“, sagt Thomas Heintz, Ingenieur für vorbeugende Schadenverhütung bei AGCS.

Der Risiko-Berater empfiehlt daher auch Unternehmen in diesen Lagen, einen Hochwasser-Notfallplan zu entwickeln, um Schadenpotenziale zu verringern. „Die aktuellen Ereignisse zeigen, wie wichtig es zudem ist, sich im Vorfeld bereits über eine Betriebsfortführungsplanung Gedanken zu machen“, so Heintz.

Zuständigkeiten und Ansprechpartner in einer Liste hinterlegen

Solch ein Plan sollte die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten in einem Notfall enthalten. Listen zu Schadensanierern, zu den wichtigsten Maschinen-Herstellern und zu Versorgungstechnikunternehmen sollten ebenfalls hinterlegt sein. Des Weiteren gelte es, sich zu überlegen, wohin im Notfall Güter, Anlagen oder Unterlagen in verlagert werden und wie alternative Zufahrtsmöglichkeiten aussehen könnten. Eventuell müsse ebenfalls eine Möglichkeit gefunden werden, um die Produktion aufrechtzuerhalten.

Und selbst, wenn das Hochwasser abgeflossen ist, würden noch Gefahren bestehen. „Eine Überschwemmung ist immer eine außergewöhnliche Situation, die mit erhöhten Gefahren bei der Wiederinbetriebnahme einhergeht“, weiß Thomas Heintz. „Letztlich gilt es die Sicherheitstechnik schnellstmöglich wieder in den Betrieb zu nehmen und Zündquellen auszuschließen, um nicht die nächste Katastrophe nach der Katastrophe in Form eines Feuers zu erleben.“

AGCS stellt Checkliste zur Verfügung

„Im Bestreben, Unternehmen bei der Minimierung von hochwasserbedingten Schäden zu helfen“, habe man eine Checkliste entwickelt, so Heintz, welche vor, während und nach einem Hochwasserereignis abgearbeitet werden sollte. Hier geht es zum Download.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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