BVI-Forderung Diese Kernmaßnahmen sollen die Riester-Rente wieder flott machen

Zu kleinen Kegeln aufgetürmte Gewürze werden in Marrakesch (Marokko) am Stand eines Händlers angeboten. Die Preise sind frei verhandelbar. Damit die Verbraucher in Deutschland wieder mehr Appetit auf eine geförderte Altersvorsorge entwickeln, wünscht sich der BVI eine Überarbeitung der Riester-Rezeptur durch die Politik.
Zu kleinen Kegeln aufgetürmte Gewürze werden in Marrakesch (Marokko) am Stand eines Händlers angeboten. Die Preise sind frei verhandelbar. Damit die Verbraucher in Deutschland wieder mehr Appetit auf eine geförderte Altersvorsorge entwickeln, wünscht sich der BVI eine Überarbeitung der Riester-Rezeptur durch die Politik. © dpa/picture alliance

Wie kann die Riester-Rente besser gemacht werden? Vor allem durch Vereinfachung, meint der BVI Bundesverband Investment und Asset Management. Wie die Kernforderungen des Verbandes lauten, erfahren Sie hier.

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Eine Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen könne die Attraktivität der Riester-Rente deutlich steigern, betont der BVI Bundesverband Investment und Asset Management in einer Mitteilung. Dabei gehe es vor allem um eine Vereinfachung bei den Produktmerkmalen, bei der Fördersystematik und der Verwaltung.

Hintergrund der Debatte ist, dass der Koalitionsvertrag laut BVI „neben einem grundsätzlichen Bekenntnis der Politik zur Stärkung der private Altersvorsorge und zur Riester-Rente auch die Entwicklung eines standardisierten Riester-Produktes“ vorsehe.

Fraglich sei nun, ob ein stark generalisiertes Riester-Produkt individuellen Produktangeboten überlegen sei – oder eben nicht. Hierzu merkt der Verband an, dass Riester-Produkte bereits weitgehend standardisiert seien. Denn: Ihre Ausgestaltung sei bereits durch das Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz und das Einkommensteuergesetz geregelt. Allerdings werden sie von den Menschen nicht als Standardprodukte wahrgenommen. Grund hierfür sei die „Komplexität des Regelwerks“, argumentiert der Verband.  

Konkret schweben dem BVI nun folgende Kernmaßnahmen vor, um die Riester-Rente besser zu machen:   

  • Ausweitung des Kreises der Förderberechtigen,
  • Vereinfachung der Fördersystematik und Erhöhung des Förderrahmens,
  • Verzicht auf den Zulagenantrag/ eine Vereinfachung der Zulagenverwaltung sowie eine Flexibilisierung der Beitragsgarantie.

Zudem sollte eine möglichst umfassende elektronische Abwicklung ermöglicht werden, um das Produkt effizienter zu machen und die Riester-Bürokratie zurückzudrängen.

Als letzten Punkt führt der BVI eine Reform des Wohnriesters an. Hier sollen insbesondere Anbieter, die Riester-Renten in der klassischen Form von lebenslangen Geldrenten anbieten, bessergestellt werden. Konkret geht es um die Verpflichtung, in den Verträgen die Kapitalentnahmen für wohnwirtschaftliche Zwecke abbilden zu müssen – gemeint ist die sogenannte Wohnriesterentnahme. Diese sei „mit erheblicher Komplexität und kostensteigernden Folgeprozessen verbunden“, kritisiert der BVI.

Lob für geplantes Rentenportal

Für die geplante säulenübergreifende elektronische Renteninformation findet der Verband lobende Worte: „Mit einem Überblick zu den bestehenden Anwartschaften ließe sich das Bewusstsein für die zusätzliche Altersvorsorge stärken“, heißt es hierzu unter anderem.

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