Betriebliche Altersversorgung „BRSG bietet schon jetzt attraktive Werkzeuge“

Das Gesetz zur Stärkung der Betriebsrente ist ein wichtiger Anfang, nun gehe es an die Umsetzung, so die Teilnehmer einer Umfrage im Rahmen einer Handelsblatt-Tagung.
Das Gesetz zur Stärkung der Betriebsrente ist ein wichtiger Anfang, nun gehe es an die Umsetzung, so die Teilnehmer einer Umfrage im Rahmen einer Handelsblatt-Tagung. © Pixabay

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz ist ein wichtiger Anfang, nun gehe es an die Umsetzung. So sehen es die rund 350 Teilnehmer der 19. Handelsblatt-Jahrestagung Betriebliche Altersversorgung 2018 – sie folgten einer Umfrage des Pensionsberaters Longial.

| , aktualisiert am 23.03.2018 11:10  Drucken

Die Teilnehmer der Handelsblatt-Tagung, die vergangene Woche in Berlin stattfand, äußerten sich grundsätzlich positiv zum Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG). Das Gesetz trat am 1. Januar 2018 in Kraft. 

Wie eine begleitende Umfrage des Pensionsberaters Longial unter den rund 350 Fachexperten ergab, müssen die Vorteile der Neuerungen nun insbesondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie den Arbeitnehmern gezeigt und erklärt werden.

Eine große Baustelle in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) sehen mit 54 Prozent der Teilnehmer die Doppelverbeitragung von Beiträgen und Leistungen. Nur wenn das abgebaut würde, könne die bAV im Allgemeinen und bei kleinen und mittleren Unternehmen sowie den Geringverdienern gestärkt werden, so der Tenor.

Für das Sozialpartnermodell des BRSG seien zwar einige Lösungen vorgestellt worden, doch herrscht laut Longial weiter Gesprächsbedarf für eine konkrete Umsetzung. Mehr als die Hälfte der Befragten lege beispielsweise Wert auf Mindestanforderungen an die Produkte. Konsortiallösungen von etablierten Anbietern liegen mit knapp einem Fünftel vorne. Rund 90 Prozent sehen hier den Vorteil eines gebündelten Know-hows mit kostengünstigen Lösungen und dass sich Risiken auf mehrere Anbieter verteilen.

Auch wenn sich die Umsetzung des Sozialpartnermodells noch etwas hinziehen könne, empfiehlt Longial-Geschäftsführer Michael Hoppstädter: „Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen und Geringverdiener bietet das BRSG attraktive Werkzeuge. Die können und sollen auch ohne Sozialpartnermodelle bereits jetzt zum Aufbau einer starken Betriebsrente genutzt werden.“

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