Wolff Graulich, Vorstandsmitglied des Digitalversicherers Element, sprach über "Zusammenarbeit mit Zulieferern: Was Versicherer von der Automobil-Branche lernen können". Quelle: Pfefferminzia

Überhaupt sei die Insurtech-Welle eher gut für die Versicherer, so Graulich, weil sie der Branche ermögliche, sich Wissen einzukaufen, statt es sich selbst anzueignen. „Kooperation statt selber bauen“ und „Partnerschaft statt Disruption“ seien vielmehr die sich aktuell abzeichnenden Entwicklungen, erklärte der Element-Vorstand. Dabei verwies Graulich auf das Vorbild Autobranche – zumindest was die Arbeitsteilung betrifft. Lediglich 25 Prozent der verbauten Teile hätten die Autobauer selbst entwickelt, der Löwenanteil komme von Zulieferern.

Element will hier offenbar Wegbereiter sein, denn das Insurtech bietet Versicherern sogenannte White-Label-Lösungen an – so geht beispielsweise die BVB-Police der Signal Iduna auf eine Idee des Hauses zurück, wie auch eine Police gegen Flugverspätungen sowie diverse Kurzzeitversicherungen.

Kooperationen seien notwendig, zugleich sollten sich Versicherer auf ihre Kernkompetenzen besinnen, um auch in Zukunft führend aufzutreten, so Graulich.