Beim Hin und Her zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung setzte sich die PKV 2019 erneut durch. © picture alliance / dpa Themendienst | Monique Wuestenhagen
  • Von Lorenz Klein
  • 24.06.2020 um 17:02
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2019 sind das zweite Jahr in Folge mehr Menschen von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die private Krankenvollversicherung (PKV) gewechselt als umgekehrt. Unterm Strich lag der positive Saldo der PKV bei 17.400 Versicherten, wie der PKV-Verband meldete.

Im Jahr 2019 entschieden sich 146.800 Versicherte für einen Wechsel aus der GKV in die PKV-Vollversicherung. Im selben Zeitraum wechselten 129.400 Personen in die GKV. Im Saldo ergab sich ein Plus von 17.400 Versicherten zu Gunsten der privaten Krankenversicherer, wie der PKV-Verband am Mittwoch im Rahmen einer Online-Pressekonferenz mitteilte.

„Wir verzeichnen eine erfreuliche Trendwende“, erklärte der PKV-Verbandsvorsitzende Ralf Kantak, im Hinblick darauf, dass das zweite Jahr in Folge wieder mehr Menschen aus der GKV in die PKV als umgekehrt wechselten. 2018 lag der Wechsel-Saldo mit 800 Personen deutlich darunter.

Beim PKV-Verband wurde weiter betont, dass viele Abgänge in die GKV „nicht freiwillig“ erfolgt seien. „So mussten auch 2019 wieder tausende seit Geburt privatversicherte junge Leute beim Eintritt ins Berufsleben gezwungenermaßen in die GKV wechseln“, wie es hieß. Derselbe Umstand habe tausende Selbstständige bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung betroffen. Dadurch sei es in den Jahren von 2012 bis 2017 zu einem negativen Wechselsaldo gekommen, so der Verband.

„Dass jedes Jahr fast 300.000 Versicherte zwischen den beiden Systemen wechseln, belegt einen funktionierenden Wettbewerb“, sagte Kantak. Dieser motiviere GKV und PKV gleichermaßen, „stetig besser zu werden, um die Versicherten zu überzeugen“.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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