Frank Grund, Exekutivdirektor Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht bei der Bafin, hier beim Euroforum-Haftpflichtkongress im Januar, betonte, dass sich die Bafin auch den Umgang der Versicherer mit der Betriebsschließungsversicherung anschaue. © Euroforum Deutschland
  • Von Lorenz Klein
  • 09.04.2020 um 12:43
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Frank Grund, Exekutivdirektor der Finanzaufsicht Bafin, hat sich in die Debatte um Versicherungsdeckungen in der Corona-Pandemie eingeschaltet. Die Bafin schaue sich auch die Betriebsschließungsversicherungen an, sagte Grund. Hier gebe es zum Teil eine „Grauzone“, die eine Lösung mit „Augenmaß“ verlange. Zudem äußerte er sich zur wirtschaftlichen Lage der Lebensversicherer in der Krise.

Der Exekutivdirektor der Finanzaufsicht Bafin, Frank Grund, hat im Gespräch mit der „Börsen-Zeitung“ erklärt, dass sich die Bafin auch die Betriebsschließungsversicherungen anschaue.

„Hier ist eine Diskussion im Gange, ob in den Verträgen eine Epidemie gedeckt ist. Dabei gibt es eindeutig klare Fälle, die gedeckt sind, und eindeutig ungerechtfertigte Schadenmeldungen, die man nicht zu Lasten des Kollektivs decken kann“, sagte Grund.

Darüber hinaus existiere eine „Grauzone“. Hier wäre es wünschenswert, dass man mit Augenmaß eine Lösung herbeiführe, die allen Interessen gerecht werde, so Grund weiter. „Aber: Unklare Klauseln dürfen nicht zu Lasten der Versicherungsnehmer ausgelegt werden“, betonte Grund.

Im Hinblick auf die Lage der Lebensversicherer in der gegenwärtigen Krise, erklärte der oberste Versicherungsaufseher, dass die Bafin für die deutschen Versicherer derzeit keinen Anlass zu besonderer Sorge habe, jedoch zu erhöhter Wachsamkeit. „Wir halten die Situation insgesamt für beherrschbar“, so Grund.

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Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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