Bei einem unbemerkten Parkunfall kann der Versicherer seinen Versicherungsnehmer nicht in jedem Fall in Regress nehmen. © dpa/picture alliance
  • Von Manila Klafack
  • 14.01.2019 um 18:28
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Bemerkt ein Autofahrer beim Ausparken nicht, dass er bei einem anderen Fahrzeug einen Schaden verursacht hat und entfernt sich vom Unfallort, kann sein Versicherungsschutz trotzdem erhalten bleiben. Das zeigt ein aktuelles Urteil.

Was war geschehen?

Eine Frau hatte beim Ausparken ein anderes Fahrzeug beschädigt und sich vom Unfallort entfernt. Zwar ersetzte ihr Versicherer den Schaden am anderen Fahrzeug, doch forderte er von der Frau Regress wegen ihrer Unfallflucht.

Die Dame gab an, den Unfall nicht bemerkt, und sich deswegen vom Unfallort entfernt zu haben. Das reichte dem Versicherer nicht und der Fall landete vor Gericht.

Das Urteil

Die Richter des Amtgerichts Berlin entscheiden zugunsten der Versicherten (Aktenzeichen: 119 C 3173/17), berichtet die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Selbst wenn sie den Unfall bemerkt hätte, käme es darauf nicht an. Die Versicherung habe den Schaden zu begleichen.

Die Möglichkeit einer Unfallflucht wegen Fahruntüchtigkeit scheide hier aus, da Parkunfälle nicht typischerweise auf den Konsum von Alkohol oder Betäubungsmitteln zurückzuführen seien.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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