Steigende Lebenserwartung Welche Rolle Sterbetafeln für Rentenversicherungen spielen

Rentner feiern ihr hohes Alter: Tatsache ist, dass die Lebenserwartung immer mehr steigt.
Rentner feiern ihr hohes Alter: Tatsache ist, dass die Lebenserwartung immer mehr steigt. © Getty Images

Eine private Rentenversicherung verspricht lebenslange Rentenzahlungen. Aber was bedeutet lebenslang? Die Menschen werden immer älter, und auch Versicherer können nicht in die Zukunft schauen. Als kleine Hilfe haben sie daher Sterbetafeln, die die Kalkulation der Lebenserwartung vereinfachen sollen.

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Während viele Menschen auf Banksparpläne, Fonds und Finanzprodukte setzen, gibt es auch eine wachsende Zahl an Sparern, die eine private Rentenversicherung wählen. Dieser Schutz soll für sichere, lebenslange Rentenzahlungen sorgen.

Wie aber rechnen die Versicherer aus, wie lange das Geld in etwa reichen muss? Mit Sterbetafeln. Diese sagen aus, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Mensch ein bestimmtes Alter erreicht. Ein Beispiel: Laut Periodensterbetafel 2012/2014 des Statistischen Bundesamts hat ein neugeborenes Mädchen beispielsweise eine Lebenserwartung von 83 Jahren und einem Monat. Die Statistiker errechnen diese Zahlen durch Erfahrungen aus der Vergangenheit.



Dabei gibt es zwei Arten von Sterbetafeln:

Die Periodensterbetafel ist eine Momentaufnahme. Also die Sterblichkeit einer Person zu einem bestimmten Zeitpunkt und Alter in ihrem Leben. Wieder ein Beispiel: Ein 65-jähriger Mann kann laut Periodensterbetafel 2012/2014 noch mit 17,69 Leben rechnen. Das Statistische Bundesamt weist dabei darauf hin, dass Periodensterbetafeln keine Annahmen darüber machen, wie sich die Sterblichkeitsverhältnisse in Zukunft verändern werden.

Die Generationensterbetafel hingegen zeigt den Verlauf der Sterblichkeit von verschiedenen Geburtsjahrgängen. Das heißt: von Geburt bis Tod. Sie berücksichtigt also auch zum Beispiel die Verbesserung der Lebenserwartung.

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Was nutzen die Lebensversicherer?

Die Lebensversicherer nutzen Generationensterbetafeln, berichtet der Branchenverband GDV. Da die Lebenserwartung der Bevölkerung stetig steigt, ist es wichtig, Sicherheiten in die Kalkulation der Verträge einzurechnen. So haben die Versicherer Puffer, falls die Kunden älter werden als erwartet. Sonst könnte es passieren, dass später nicht genug Geld da ist, um die Renten zu bezahlen.

Entwickelt sich die Lebenserwartung aber wie geplant, bekommen die Versicherten das Geld für diese Sicherheit zurück.
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