Lohnt sich die betriebliche Altersversorgung für die Generation 50plus überhaupt? Ist die bAV in diesem Alter noch lukrativ? Durchaus – die Freigrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung für pflichtversicherte Rentner macht es möglich.

Denn bei einer wahlweisen Kapitalleistung unter 17.850 Euro (beziehungsweise einer monatlichen Betriebsrente unter 148,75 Euro), fallen keine Kranken und Pflegeversicherungsbeiträge auf die bAV-Leistung an. Das heißt, auch für die Generation 50plus kann eine betriebliche Altersversorgung lukrativ sein.

Spätestens wenn der jährliche Rentenbescheid im Briefkasten liegt, ist die Ernüchterung häufig groß: Reicht die darin genannte Rente nach Abzug aller Abgaben und Inflation wirklich aus, um den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten? Nach der Senkung des Rentenniveaus in den vergangenen Jahren und der sukzessiven Erhöhung des Rentenalters auf 67 lautet die Antwort meist: „Nein“. Nur durch eigene zusätzliche Vorsorge lässt sich die zwangsweise entstandene Lücke schließen oder zumindest verringern.

Doch gerade Arbeitnehmer über 50 Jahren befürchten, dass es dafür schon zu spät sein könnte. Die Zeit bis zur Rente ist knapp, der Zinseszinseffekt kommt aufgrund der andauernden Niedrigzinsphase kaum zum Tragen.

Was viele nicht wissen:

Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) kann sich besonders für ältere Arbeitnehmer lohnen und eine attraktive Rendite bieten. Unabhängig davon, ob sie aus eigenem Gehalt bezahlt oder vom Arbeitgeber finanziert wird – dafür sorgt die Lohnnebenkostenfreiheit.

Tipp:

Gesparte Steuern und Sozialversicherungsbeiträge verhelfen der betrieblichen Altersvorsorge zu einer „Turborendite“, auch wenn letztere die entsprechenden Anwartschaften geringfügig mindern. Gruppenvertragsrabatte und eventuelle Zuzahlungen von Seiten des Arbeitgebers können die Betriebsrente noch lukrativer machen.