Global Risks Report 2018 Wetterextreme stellen weltweit das größte Einzelrisiko dar

Wasserdampfschwaden steigen aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau: Klimawandel und Wetterextreme zählen zu den größten Risiken für das Jahr 2018.
Wasserdampfschwaden steigen aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau: Klimawandel und Wetterextreme zählen zu den größten Risiken für das Jahr 2018. © dpa/picture alliance

Der diesjährige Bericht des Weltwirtschaftsforums bezüglich der weltweiten Risiken zeigt ein eindeutiges Bild: Die Bedrohungen durch die Folgen des Klimawandels sind hoch. Aber auch Cyberattacken, politische Krisen und wirtschaftliche Ungleichheit halten die Welt auf Trab.

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Ökologische und technologische Risiken bestimmen laut Global Risks Report das Jahr 2018. Das Weltwirtschaftsforum in Davos hält demnach extreme Wetterereignisse, Naturkatastrophen, Cyberattacken, Datenbetrug oder -Diebstahl sowie die Folgen des Klimawandels für die fünf Risiken, die in diesem Jahr am wahrscheinlichsten eintreten werden. 

Die Risiken mit den größten Folgen und Auswirkungen sind laut Report dagegen Massenvernichtungswaffen, Wetterextreme, Naturkatastrophen, Folgen des Klimawandels und eine Wasserkrise.

Rund 1.000 Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft wurden weltweit um ihre Einschätzung gebeten. Etwa 60 Prozent von ihnen erwarten ein Ansteigen der globalen Risiken. Lediglich 7 Prozent rechnen dagegen mit einer entspannteren Lage.

Bereits im Vorjahr zeigten sich die Befragten am stärksten von der Entwicklung der Umweltprobleme besorgt. Das größte Einzelrisiko seien Wetterextreme. Hinzu komme, dass die eigenen Länderinteressen höher eingeschätzt werden als eine internationale, konstruktive Zusammenarbeit. Dadurch gibt es Schwierigkeiten, die aktuellen Zustände zu verbessern. Von den Experten erwarten 93 Prozent eine Verschlechterung der politischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen den Großmächten.

„Zwar sind Unternehmen und politische oder gesellschaftliche Institutionen mittlerweile gut in der Lage, sich gegen viele Einzelrisiken abzusichern, jedoch müssen sie sich neuen Bedrohungen stellen“, sagt Yves Betz, Vorstand Gewerbeversicherungen der Zurich Gruppe Deutschland, die als strategischer Partner am Reports mitwirkte. „Durch die globale Vernetzung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gewinnen die Gefahren an Stärke und Geschwindigkeit.“

Nicht nur die Auswirkungen des Klimawandels werden weltweit aber als problematisch eingeschätzt. Auch Cyberangriffe nehmen an Häufigkeit und Komplexität zu. Die digitale Angriffsfläche wachse, da die Unternehmen mehr und mehr auf Technologien angewiesen seien.

Doch nicht nur Negatives erwarten die Befragten. Die Wirtschaft befindet sich nach der globalen Krise vor zehn Jahren wieder auf Kurs. Darauf deuten die Wirtschaftsindikatoren hin. „Die Aussicht auf ein starkes Wirtschaftswachstum bietet Staats- und Regierungschefs die Chance, gegen schwerwiegende Schwächen in vielen der komplexen Systeme, wie Gesellschaften, Volkswirtschaften, internationale Beziehungen und Umwelt, partnerschaftlich anzugehen. Auch das ist die Botschaft des veröffentlichten Global Risks Report 2018", so Betz.

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