Kulturwandel in der gesetzlichen Krankenversicherung

Warum Fitness-Apps die GKV zu einer Zwei-Klassen-Versicherung machen

Bei Krankenversicherern sind Fitness-Apps derzeit im Trend. Wenn sich Kunden auf den Datendeal mit dem Versicherer einlassen, winken teils kräftige Beitragsnachlässe. Ein scheinbar gutes Geschäft für beide Seiten. Verbraucherschützer indes sehen das anders: Das System der GKV sei in Gefahr.

Aus diesem Grund warnt Klaus Müller, Präsident des Verbraucherzentrale Bundesverbands, in der Wirtschaftswoche: „Ich befürchte einen Umbruch in der klassischen Gesundheitsversicherung. Das Rabattmodell ist ein Angriff auf das Solidarprinzip.“

Wenn Versicherte persönliche Daten über Ernährung, Sport und Wohlbefinden weitergeben, könnten die Kosten schnell aus dem Ruder laufen. „Das Angebot spricht vor allem junge, gesunde Versicherte an. Für alte und kranke Menschen kann es hingegen richtig teuer werden“, befürchtet Müller weiter. Im Endeffekt, so sein Fazit, würden die gesetzlichen Kassen zu einer Zwei-Klassen-Versicherung werden. Ähnlich, wie es die privaten Krankenversicherungen heute schon seien.

Mehr zum Thema

Mehr Frührentner beziehen hohe Zusatzeinkommen

Eigentlich wollte der Gesetzgeber erreichen, dass mehr Menschen auch in Rente noch freiwillig arbeiten. Weshalb…

Bafin stellt fest: Kosten für Fondspolicen sinken

Die Finanzaufsicht Bafin meldet einen für vorsorgende Menschen erfreulichen Trend: Die Kosten für fondsgebundene und…

Nachbarschaft: Wann wird Musik zu Recht zum Streitfall?

Musik verbindet, kann aber schnell zum Streitfall werden. Vor allem, wenn es Nachbarn gibt. Wie…

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert