Betriebliche Altersversorgung Arbeitnehmer in kleinen Firmen sind oft schlecht informiert

Auf Geldscheinen und Münzen steht das Wort Betriebsrente. Viele Arbeitnehmer, vor allem in kleineren Unternehmen, sind oft schlecht über die betriebliche Altersversorgung informiert.
Auf Geldscheinen und Münzen steht das Wort Betriebsrente. Viele Arbeitnehmer, vor allem in kleineren Unternehmen, sind oft schlecht über die betriebliche Altersversorgung informiert. © dpa/picture alliance

Immer noch wissen viele Mitarbeiter, aber auch ihre Chefs, vor allem in kleinen Unternehmen nichts über Betriebsrenten. Und das, obwohl sie grundsätzlich bereit sind, hier vorzusorgen. Das ergab jetzt eine Studie von Aon Hewitt.

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Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber schätzen die Betriebsrente als Altersvorsorge. Bei Betrieben mit 11 bis 50 Mitarbeitern würden knapp 60 Prozent der Kollegen diese Vorsorgemöglichkeit in Anspruch nehmen und 51 Prozent der Arbeitgeber sie gern ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. In der Gruppe 51 bis 250 Mitarbeitern sind es sogar knapp 72 Prozent der Arbeitgeber, die das leisten möchten. Zu diesen Ergebnissen gelangt eine repräsentative Studie des Beratungsunternehmens Aon Hewitt.

Allerdings verhindern mangelnde Informationen, dass das Potenzial der Betriebsrenten ausgeschöpft wird. Laut der Studie hat rund zwei Drittel der Arbeitnehmer noch nichts vom Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) gehört, das Anfang 2018 in Kraft getreten ist.

Gerade Arbeitnehmer in kleineren Unternehmen sind weniger gut über die betriebliche Altersversorgung informiert. Rund die Hälfte der Mitarbeiter in Betrieben mit bis zu 250 Mitarbeitern (48,9 Prozent) weiß nichts davon, dass für sie seit langem ein Anspruch darauf besteht. Zudem weiß auch fast ein Drittel (29,2 Prozent) der Manager nicht, dass sie ihren Mitarbeitern eine Entgeltumwandlung anbieten müssen.

Gleichwohl ist die Bereitschaft der Arbeitgeber vorhanden, sich in dieser Hinsicht zu engagieren. Nur bei den Kleinstbetrieben mit bis zu zehn Mitarbeitern gibt es laut Aon Hewitt mit etwas mehr als einem Viertel (26,1 Prozent) noch eine nennenswerte Zahl von „Totalverweigerern“. Deren Anteil schrumpft bei den Unternehmen zwischen 51 und 250 Mitarbeitern auf 4,3 Prozent.

„Die Informationsdefizite behindern ganz entscheidend die Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung“, sagt Aon-Hewitt-Geschäftsführer Fred Marchlewski. „Unsere Studie zeigt klar, dass sowohl bei Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern eine große Bereitschaft besteht, in die betriebliche Altersversorgung zu investieren.“

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