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Wie‘s geht, wenn nichts mehr geht Fünf Tipps, damit es mit der Berufsunfähigkeitsversicherung klappt

Eine Person im Rollstuhl: Berufsunfähigkeit kann jeden treffen - hier gibt's fünf Tipps für den Abschluss einer BU-Police.
Eine Person im Rollstuhl: Berufsunfähigkeit kann jeden treffen - hier gibt's fünf Tipps für den Abschluss einer BU-Police. © dpa/picture alliance

Berufs- und Erwerbsunfähigkeit sind fern und unwahrscheinlich? Falsch. Nicht nur Berufe, in denen man körperlich tätig werden muss, sind betroffen. Auch im guten alten Bürojob kann etwas passieren. Aber die volle gesetzliche Erwerbsminderungsrente kriegen meist nur jene, die weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können. Heißt: Wer seinen Lebensstandard halten will, sollte privat vorsorgen. Hier gibt’s fünf nützliche Tipps für die Berufsunfähigkeitsversicherung.

| , aktualisiert am 25.07.2017 10:35  Drucken

Durchschnittlich schlägt die Berufsunfähigkeit bei Erwerbstätigen im Alter von 47 Jahren zu, berichtet der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Und das nicht nur wegen Bewegungsproblemen, sondern immer häufiger auch aufgrund psychischer Erkrankungen (wir berichteten). Die alte Ausrede „Im Bürojob passiert doch eh nichts“ ist also längst veraltet.

Umso schlimmer also, dass nur diejenigen, die weniger als drei Stunden täglich erwerbstätig sein können, Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente haben. Wer also seinen Lebensstandard sichern möchte, komme was wolle, der sollte private Vorsorge betreiben. Eine Möglichkeit ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Das Verbraucherportal „Die Versicherer“ des GDV hat fünf Tipps parat, wie es mit der BU auch klappt.

1) Früh lohnt sich

Je früher man die BU-Police abschließt, desto besser. Denn die Höhe der Beiträge hängt auch vom Alter des Versicherten ab. Heißt im Klartext: Wer früh abschließt, zahlt auch weniger. Das liegt daran, dass Jüngere meist gesünder sind und nur selten relevante Vorerkrankungen haben. Dadurch ist auch das Risiko, berufsunfähig zu werden, geringer.

2) Ehrlich sein bei der Risikoprüfung

Wer sich für eine BU entscheidet, muss sich einer Risikoprüfung unterziehen – also einem Fragekatalog zu Gesundheit, Hobbys und Co. Wer hier falsche Angaben macht oder etwas verschweigt, kann im Fall der Fälle ohne Leistung dastehen.

3) Höhe der Versicherungssumme realistisch ansetzen

Jeder kann selbst entscheiden, wie hoch die Versicherungssumme sein soll. Eine Faustregel ist aber, sich am Nettoverdienst zu orientieren und davon etwa 75 bis 80 Prozent abzusichern.

4) Versicherungssumme über die Jahre anpassen

Klar, ein Student verdient meist weniger als jemand, der bereits seit Jahren im Beruf ist. Das heißt aber auch, dass man seine Versicherungssumme regelmäßig anpassen sollte. Das Gute dabei: Es gibt keine neuen Gesundheitsprüfungen.

5) Risiko nicht unterschätzen

Es gilt allgemein: Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Ob nun durch Krankheit oder einen Unfall – spätestens dann, wenn sie tatsächlich eintritt, ist man froh über eine private Absicherung.

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