Die Umweltaktionen der Bewegung „Fridays For Future“ zeigten, wie wichtig jungen Menschen der Umweltschutz ist. Hier eine Veranstaltung im März 2021 in Magdeburg. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Ronny Hartmann
  • Von Manila Klafack
  • 15.04.2021 um 13:39
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Jüngere Deutsche interessieren sich mehr für nachhaltige Finanzanlagen als ältere. Bei den jungen Frauen unter 40 Jahren stehen vor allem soziale und ökologische Faktoren im Fokus, so eine aktuelle Studie. Das sei Männern zwar ebenfalls wichtig, doch die Rendite spiele eine größere Rolle als bei Frauen.

Für junge Menschen der Generationen Y und Z (Geburtsjahrgänge ab 1980) gewinnt Nachhaltigkeit an Relevanz. 45 Prozent von ihnen sehen nachhaltige Investments als wichtig an. Vor allem im Vergleich zu den Babyboomern und der Generation X (bis 1980 Geborene) ist das ein deutlicher Unterschied. Hier liegt der Wert bei lediglich 36 Prozent, so eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens Yougov im Auftrag von Swiss Life Deutschland.

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„Die Studie zeigt, dass junge Menschen auch im Kontext ihrer Altersvorsorge an Nachhaltigkeit denken. Wenn sie langfristig anlegen, dann soll es ressourcenschonend geschehen“, sagt Jörg Arnold, Geschäftsführer von Swiss Life Deutschland. Lediglich 8 Prozent der Befragten über 40 Jahre würden bereits heute nachhaltige Investments besitzen. Bei den jungen Menschen unter 40 Jahren geben das mit 15 Prozent fast doppelt so viele an.

„Die Nachfrage nach nachhaltigen Vorsorgelösungen dürfte in den nächsten Jahren deutlich steigen. Vor allem junge Menschen möchten einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, so auch bei ihren Finanzen. Die persönliche Beratung leistet dafür einen wichtigen Beitrag für eine bedarfsgerechte Vorsorgeplanung“, sagt Arnold. Für fast zwei Drittel der Befragten (60 Prozent) sei eine aktive Information und Beratung zu nachhaltigen Finanzanlagen wichtig.

Frauen schauen etwas weniger auf die Rendite als Männer

Ein weiteres Ergebnis: Bei dem Thema zeigt sich ein Unterschied zwischen Frauen und Männern. Frauen legen mehr Wert auf ökologische und soziale Faktoren. Bei Männern zählt eher die Rendite. 47 Prozent der jungen Frauen, die noch keine grüne Geldanlage abgeschlossen haben, hätten ein Interesse an einem solchen Investment, so die Swiss-Life-Umfrage. 38 Prozent von ihnen nennen als Grund, bewusst in Unternehmen zu investieren, die sich um Umwelt- oder Klimaschutz bemühen. 34 Prozent der jungen Frauen sehen die soziale Verantwortung von Unternehmen als wichtig an.

Dem stimmen in der Befragung junge Männer grundsätzlich zu. 40 Prozent interessieren sich für nachhaltige Investments. Die soziale Verantwortung von Unternehmen ist für 26 Prozent von ihnen ein Argument dafür. Der Umweltschutz ist für 36 Prozent entscheidend. Doch daneben möchte gut jeder fünfte Mann (21 Prozent) unter 39 Jahren höhere Renditen erzielen. Bei den gleichaltrigen Frauen ist das nur bei 15 Prozent der Fall.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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