Studenten in einem Hörsaal: Millennials sind trotz ihrer digitalen Lebensweise nicht angetan von Robo-Beratern. © Pixabay
  • Von Juliana Demski
  • 19.10.2018 um 14:40
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Sind Finanzberater aus Fleisch und Blut bald abgeschrieben? Keineswegs, wenn man einer aktuellen Umfrage unter Millennials folgt. Demnach geben die im Zeitraum der frühen 1980er bis frühen 2000er Jahre Geborenen, menschlichen Beratern den Vorzug gegenüber Robo-Beratern.

Millennials, das heißt Menschen, die etwa zwischen Anfang 20 bis Mitte 30 Jahre alt sind, werden in allen Lebenslagen mit der Digitalisierung konfrontiert. Viele Berater und Vermittler befürchten daher, dass auch ihr Job bald von Robotern übernommen wird. Laut einer Umfrage im Auftrag des CFA Instituts müssen sie das aber nicht.

Denn: Die Mehrheit der Millennials (58 Prozent) bevorzugt menschliche Berater. Diese Meinung deckt sich auch mit jener aus den älteren Generationen Babyboomer- (60 Prozent) und Generation-X (58 Prozent). 

„Diese Befragung wurde in den USA durchgeführt, wo der Markt sich natürlich von Deutschland unterscheidet“, erklärt Susan Spinner, Geschäftsführende Vorsitzende der CFA Society Germany. Dennoch gebe es viele Gemeinsamkeiten: Über die Hälfte deutscher Millennials hat demnach Angst vor Altersarmut, aber weniger als die Hälfte sorgten für das Alter vor. „Auch hier müssen die Hürden von mangelnder Finanzbildung, mangelndem Vertrauen und großer Unsicherheit überwunden werden“, sagt Spinner – und fordert: „Die Investmentbranche muss darauf bessere Antworten finden.“

Denn:

„Millennials werden in den kommenden Jahrzehnten geschätzte 40 Billion US-Dollar erben“, sagt Bjorn Forfang, stellvertretender Geschäftsführer des CFA Instituts. „Durch den Blick auf ihre wahren Präferenzen und Sorgen bei der Vermögensplanung, kann diese Studie Finanzinstitutionen und -beratern dabei helfen, die Bedürfnisse der nächsten Anleger-generation besser zu bedienen.“ 

Bisher besteht häufig die Annahme, dass Millennials hoch gesteckte finanzielle Ziele haben. In der Realität sieht das anders aus:

Entgegen dem gängigen Glauben, dass die Millennial-Generation möglichst früh in Rente gehen und ein komfortables Leben haben wolle, gehen die meisten Befragten Millennials vom üblichen Rentenalter aus. Ihre Sparziele sind laut Studie mehrheitlich „moderat und vergleichbar mit denen der Vorgänger-Generationen“. Hauptziel: Für einen gesicherten Ruhestand vorsorgen. 

Interessant ist auch:  

Laut Umfrage hat knapp ein Drittel der Millennials (31 Prozent) bereits vor dem 21. Lebensjahr mit dem Investieren begonnen. Hier spielt das Elternhaus offenbar eine wichtige Rolle, denn die Hälfte dieser jugendlichen Anleger hatte schon vor dem 18. Lebensjahr mit den Eltern über Vermögensplanung gesprochen.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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