Andreas Grimm ist Geschäftsführer des Resultate Instituts aus München. © Resultate Institute
  • Von Lorenz Klein
  • 26.03.2020 um 18:47
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Besteht die Gefahr, dass durch die Corona-Pandemie und dem weltweiten Börsen-Crash der Markt für Maklerbestände zusammenbrechen kann? Experte Andreas Grimm gibt Entwarnung. „Wir hatten vor dem Coronavirus einen extremen Nachfrageüberhang und das hat sich durch das Virus nicht verändert“, stellt der Geschäftsführer des Resultate Instituts klar. Was sich aber durchaus verändert hat, erfahren Sie hier.

Man sei in den letzten Tagen wiederholt von besorgten Maklern angesprochen worden, ob es denn stimme, dass „aufgrund der Coronavirus-Pandemie und dem weltweiten Börsen-Crash tatsächlich der Markt für Maklerbestände zusammenbrechen würde“, berichtet Andreas Grimm, Geschäftsführer des Resultate Instituts aus München.

In einer Pressemitteilung ist Grimm diesen Gerüchten nun entgegen getreten. Darin kommt er konkret auf die Sorge von Maklern zu sprechen, ob sie im Zuge der Nachfolgeplanung damit rechnen müssten, ihren Bestand oder ihr Unternehmen nur mit herben Einbußen verkaufen zu können.

„In der Tat scheinen einige Marktteilnehmer bei Senior-Maklern Unsicherheit streuen zu wollen, indem sie ,Nothilfeprogramme‘ für Maklerbestände aufsetzen und damit werben“, schildert Grimm und betont zugleich, dass es „überhaupt keinen Grund“ gebe für einen Senior-Makler jetzt in Panik zu verfallen. Das Coronvirus dürfte keine nennenswerten Auswirkungen auf den erzielbaren Kaufpreis haben, so der Experte.

Extremer Nachfrageüberhang durch das Virus nicht verändert

„Wir hatten vor dem Coronavirus einen extremen Nachfrageüberhang und das hat sich durch das Virus nicht verändert. Im Gegenteil, es drückt noch mehr Liquidität in den Markt. Wir können uns vor Anfragen für Bestandskäufe nicht wehren“, fasst Grimm die Lage zusammen.

Geschäftspartner Thomas Öchsner ergänzt, dass der Kauf eines Maklerbestands in der Regel eine langfristige Investition sei. „Die Kalkulationsgrundlagen für die Bewertung eines Maklerunternehmens ändern sich in der ‚long range‘ durch diesen heftigen, aber voraussichtlich eher kurzen Einschlag so gut wie gar nicht.“ Das Resulatete Institut verzeichne keinerlei Rückgang der Nachfrage nach Beständen, so Öchsner weiter – vielmehr sei das Gegenteil der Fall.

„Immer mehr Makler spekulieren darauf, Maklerbestände erwerben zu können, um anorganisch wachsen zu können“, berichtet Öchsner. „Wir sehen das fast täglich in unserer Nachfolger- und Investorendatenbank, wenn sich neue Interessenten für Maklerbestände registrieren.“

Was hat sich durch das Virus geändert?

Einige Auswirkungen hat das Coronavirus allerdings dennoch auf das Marktgeschehen. Laut Grimm haben sich die Kommunikationswege verändert und auch die Projektlaufzeiten seien „um wenige Wochen gestiegen“. Der Grund hierfür sei, dass die Logistik etwas aufwändiger geworden sei. „Es wird meist erst einmal eine Videokonferenz abgehalten, bevor man sich irgendwo persönlich unter Einhaltung der aktuellen Hygienemaßgaben trifft, um sich kennenzulernen“, erklärt der Bestandsexperte.

Er empfiehlt Maklern, die aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen kurzfristig ihr Unternehmen verkaufen müssten, „sich ganz nüchtern an die Nachfolgeplanung zu machen oder einen professionellen Berater zur Begleitung des Projekts einzusetzen“.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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