Die Grafik zeigt, welche Aufgaben pflegende Angehörige bei der Pflege eines Familienmitglieds übernehmen würden. © TK
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  • 12.09.2018 um 11:45
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Die Bereitschaft, ein Familienmitglied zu pflegen, ist bei vielen Bundesbürgern hoch. 86 Prozent würden diese Aufgabe übernehmen, zeigt eine aktuelle Umfrage. Wichtig wäre den Pflegebereiten dabei Unterstützung aus der Familie und bei den Finanzen.

Viele Bundesbürger sind dazu bereit, Familienangehörige zu pflegen. 86 Prozent sind bereit, dafür mehrere Stunden in der Woche aufzubringen. Sechs von zehn Pflegebereiten würden für diese Aufgabe auch im Beruf kürzer treten und Stunden reduzieren, zwei von zehn sogar eine längere Auszeit nehmen.

Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen repräsentativen Umfrage „Meinungspuls Pflege“ der Techniker Krankenkasse (TK). 1.007 Menschen wurden dafür befragt. Hätte ein Familienmitglied Demenz sinkt die Bereitschaft zur Pflege leicht. Dann wären 79 Prozent der Befragten dazu bereit, sich um den Angehörigen zu kümmern.  

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Mit 83 Prozent möchte die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer in der eigenen Wohnung versorgt werden. Knapp die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, bei Angehörigen gepflegt zu werden. Und immerhin 37 Prozent würden in ein Pflegeheim gehen.

Ein wichtiger Anreiz für prinzipiell Pflegebereite wäre dabei, dass es Unterstützung durch die Familie gibt (84 Prozent). Auch finanzielle Hilfe ist 76 Prozent der Befragten wichtig.

Digitale Lösungen für die Pflege nutzen

„Wer pflegt, braucht dabei jede mögliche Unterstützung“, sagt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. „Dazu gehört auch, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Pflegenden so zu entlasten.“ Smart-Home-Lösungen wie Sturzsensoren könnten etwa beitragen, dass Pflegebedürftige länger selbstständig in den eigenen vier Wänden leben und Angehörige entlasten. „Es ist wichtig, dass die Politik Anreize setzt, damit es hier mehr Angebote gibt und sich diese digitalen Helfer in der Pflege schneller etablieren“, so Ballast weiter.

Kämen solche Lösungen auch bei den potenziellen Nutzern an? Neun von zehn Befragten würden im Alter solche digitale Technologien nutzen. Zwar nimmt die Zustimmung mit dem Alter ab, doch auch 84 Prozent der über 60-Jährigen sind für diese Form der Hilfe offen – bei den 18- bis 39-Jährigen sind es 93 Prozent, bei den 40- bis 59-Jährigen 91 Prozent.

 

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