Neues Rating vom IVFP Und die Riester-Rente lohnt sich doch

 Frank Nobis ist Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung.
Frank Nobis ist Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung. © Ruediger Glahs

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat zum achten Mal in Folge Riester-Rentenversicherungen untersucht. Allen Abschaffungswünschen seitens der Politik zum Trotz kommen die Tester zu der Aussage: „Riester lohnt sich“. Die Testergebnisse gibt es hier.

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Um diese Aussage zu untermauern, untersuchte das IVFP in einer eigenen Studie 1.275  Riester-Verträge, die sich bereits in der Auszahlphase befinden. Der Mittelwert der Rendite über alle untersuchten Fälle hinweg liegt bei 3,64 Prozent pro Jahr.

Aber darum gehe es eigentlich gar nicht, meint das IVFP. „Riester ist kein reines Renditeprodukt. Es endet auch nicht nach der Ansparphase, sondern ab diesem Zeitpunkt erfolgt die Auszahlphase – bis zum Lebensende. Und, 3,64 Prozent pro Jahr nach allen Kosten ist, in der derzeitigen Zinsphase, ein wirklich beachtlicher Wert für ein ‚schlechtes‘ Produkt.“



Die aktuelle Debatte um die Riester-Rente und eine Renten-Reform sieht Frank Nobis, Geschäftsführer des IVFP, kritisch: „Dadurch leidet nicht nur die Riester-Rente, sondern alle Formen der Altersvorsorge geraten unter Generalverdacht. Die zur Vermeidung der Altersarmut so notwendige Vorsorge erleidet seit Jahren eine tiefe Vertrauenskrise.“ Nobis betont weiter, dass „die Riester-Rente im Vergleich zu nicht geförderten Sparalternativen hinsichtlich der Rendite für den Sparer nahezu unschlagbar“ sei.

Um die Produktauswahl zu erleichtern, hat das IVFP im achten Rating 69 Tarife von 41 Anbietern auf bis zu 85 Einzelkriterien untersucht. Die Gesamtnote setzt sich wie in allen anderen Analysen auch aus den vier Teilbereichsnoten (Unternehmensqualität, Rendite, Flexibilität sowie Transparenz & Service) zusammen. Die Einteilung der Produkte erfolgte in drei Kategorien: klassische Tarife, fondsgebundene Tarife mit Beitragserhaltsgarantie (fmb) und Index.

Allianz liegt in allen drei Kategorien vorne

Im Bereich „Klassik“ liegt die Allianz auf Platz 1 vor Alte Leipziger und R+V. Auch in der Kategorie „fondsgebunden mit Beitragserhaltsgarantie“ schafft die Allianz den Sprung an die Spitze. Sie teilt sich den ersten Platz aber mit der Alten Leipziger. Die Stuttgarter reiht sich auf Platz 2 ein, den dritten Rang belegen Condor und Württembergische. Bei den Riester-Indexpolicen schließlich ist die Reihenfolge: Allianz, Stuttgarter, R+V.

Zu den ausführlichen Test-Ergebnissen und Tabellen geht es hier.
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