Weg #3: Rechtzeitiger Vertrag zur Verrentung des Courtageanspruchs

Makler, die ihren Bestand vollständig oder überwiegend an einen Maklerpool übertragen haben, der auch ein Modell der Maklerrente anbietet, kann mit diesem auch frühzeitig einen Vertrag zur Verrentung und – soweit angeboten – auch der Erbenrente abschließen.

Makler, die sich für dieses Modell interessieren, sollten sich einen umfassenden Marktüberblick zu diesen Rentenmodellen und vor allem auch der Versteuerung dieser Maklerrenten verschaffen.

Weg #4 – Maklerunternehmen rechtzeitig verkaufen oder übertragen

Wer sich rechtzeitig mit dem Abschluss der Tätigkeit als Makler befasst und dies zum selbstgewählten Zeitpunkt auch umsetzt, wird in Verbindung mit Weg #1 oder Weg #2 wohl die beste Entscheidung treffen. Diese Maklerinnen und Makler, die für sich selbst den Schlusspunkt unter das eigene Berufsleben setzen, profitieren von mehreren Vorteilen.

Makler, die nach dem 55. Lebensjahr ihr Unternehmen verkaufen, können die Freibeträge und Steuervorteile nutzen, die im Amtlichen Einkommenssteuer-Handbuch des BMF unter Paragraf 16 (4) niedergelegt sind. Hier heißt es:

„Hat der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr vollendet oder ist er im sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd berufsunfähig, so wird der Veräußerungsgewinn auf Antrag zur Einkommensteuer nur herangezogen, soweit er 45.000 Euro übersteigt. Der Freibetrag ist dem Steuerpflichtigen nur einmal zu gewähren. Er ermäßigt sich um den Betrag, um den der Veräußerungsgewinn 136.000 Euro übersteigt.“

Die Suche nach einem geeigneten Käufer und nach einem maximalen Verkaufspreis kann ein Nachfolgeexperte ihres Vertrauens fachkundig unterstützen. Im Ergebnis einer solchen Beratung kann auch das Ergebnis stehen, dass nicht der Verkauf sondern ein Verrentungs-modell sinnvoll sein kann.

Modell Maklerrente auch mit Transaktionshilfe

Über das Für und Wider zu den am Markt angebotenen Maklerrenten-Modellen habe ich hier schon mehrfach geschrieben. Im konkreten Fall kann so ein Modell mit „Erbenschutz“ aber durchaus mehr als einen Gedanken wert sein. Schauen wir uns das am Beispiel eines Anbieters genauer an:

Blau Direkt bietet mit der Maklerrente einen sogenannten Erbenschutz an. Stirbt der Makler, geht der Anspruch auf die bezugsberechtigte Person über, ob vor oder während der Rentenbezugsphase. Die Höhe der Maklerrente ergibt sich aus dem übertragenen Bestand und der daraus resultierenden Bestandscourtage.

Im Modell mit Erbenschutz werden 90 Prozent der aus dem Bestand resultierende Courtage an den Makler ausgeschüttet. Davon wird eine sogenannte Technikpauschale abgezogen. Die Höhe dieser Pauschale ist abhängig von der Höhe der Jahressrente und bewegt sich zwischen netto 99 bis 499 Euro pro Monat.