Johannes Sczepan, Geschäftsführer von Plansecur, warnt davor, in Krisenziten Bargeld zu horten. © Plansecur
  • Von Achim Nixdorf
  • 29.10.2020 um 15:36
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Die Finanzberatungsgruppe Plansecur warnt davor, angesichts der Corona-Krise Bargeld zu Hause zu verwahren, weil es dort vermeintlich geschützt ist. „Tatsächlich ist Bargeld unterm Kopfkissen oder im Sparstrumpf der sicherste Weg, Geld zu verbrennen, weil der Wert von der Inflation aufgefressen wird“, so Plansecur-Chef Johannes Sczepan. Es gebe bessere Alternativen.

Analysen zufolge haben Privathaushalte in Deutschland seit Ausbruch der Pandemie Anfang des Jahres zusätzliches Bargeld in Höhe von etwa 6 Milliarden Euro gehortet. Ein typisches Verhalten in Krisenzeiten. Die Menschen halten ihr Geld in den eigenen vier Wänden für sicher. Nach Einschätzung der Finanzberatungsgruppe Plansecur ein gefährlicher Irrglauben. Geschäftsführer Johannes Sczepan spricht gar von einer „trügerischen Sicherheit“ und warnt aktuell davor, Bargeld zu horten.

Sczepan verweist auf aktuelle Analysen, denen zufolge sich die Bargeldbestände in Deutschland seit 2013 bis heute mehr als verdoppelt haben. In das Jahr 2020 sei die deutsche Bevölkerung mit rund 253 Milliarden Euro Bargeld gegangen, ein Wachstum von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Bei einer Inflationsrate von 1,4 Prozent im Jahr 2019 ist den Zuhausesparern damit allein im letzten Jahr ein Wertverlust in der Größenordnung von mehr als 3,5 Milliarden Euro entstanden“, rechnet er vor. „Legt man das durchschnittliche Bargeld von 3.000 Euro pro Haushalt zugrunde und geht davon aus, dass die Inflationsrate von 2019 über zehn Jahre hinweg konstant bleibt, ,verbrennen‘ unterm Kopfkissen oder im Sparstrumpf in diesem Zeitraum pro Haushalt durchschnittlich rund 539 Euro. Aus den 3.000 Euro werden also 2.461 Euro.“

Für den Plansecur-Chef stellen Sparpläne auf Aktienfonds eine bessere Alternative dar. Johannes Sczepan: „Wer in den letzten 25 Jahren in globale Aktienfonds monatlich 100 Euro investiert hat, konnte eine Rendite von durchschnittlich 4,5 Prozent einstreichen, also deutlich oberhalb der Inflationsrate. In Euro ausgedrückt: Mit 100 Euro monatlich hat der Anleger über 25 Jahre hinweg 30.000 Euro investiert, aus denen durch die Wertentwicklung bis heute mehr als 57.000 Euro geworden sind. Die Mär, dass in der Krise Bargeld am sichersten ist, ist schlichtweg falsch. Das gilt auch in der Corona-Krise.“

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Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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