Jonas Lönnig ist Finanz- und Versicherungsmakler aus Winsen an der Aller. © privat
  • Von Lorenz Klein
  • 30.04.2021 um 13:03
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Am 3. Mai steht fest, welche 25 Vermittler für den begehrten OMGV Agentur Award 2021 nominiert sind. 2020 war auch der Finanz- und Versicherungsmakler Jonas Lönnig im Kreis der Nominierten. Im dritten und vorerst letzten Teil unser Interview-Serie „Makler auf Instagram“ verrät Lönnig, wie er mit Instagram erfolgreich wurde – und warum er sich manchmal mehr Zusammenhalt in der Branche wünscht.

Pfefferminzia: 2020 wurden Sie mit Ihrem Instagram-Kanal erneut nominiert für den OMGV Award in der Kategorie „Social Media/Content Marketing“. Was haben Sie unternommen, um diesen Erfolg erreichen zu können und wie hat sich das Anfragen- und Geschäftsvolumen mit der Zeit entwickelt?

Jonas Lönnig: Beim ersten und zweiten Mal war es für mich eine große Überraschung und eine große Ehrung für meine Arbeit (hier geht es zu Lönnigs Instagram-Profil), für den OMGV Award nominiert worden zu sein.

In Bezug auf Instagram habe ich mir zuerst einen Plan gemacht, was ich an welchen Tagen posten möchte – und mir war schnell klar, dass ich auch ein bisschen was Persönliches berichten möchte. Darum habe ich immer am Dienstag etwas Persönliches gepostet und am Donnerstag etwas aus dem Versicherungsbereich. Im ersten Jahr habe ich auch mit sehr vielen Instagram-Stories gearbeitet, um so den Zuschauer in meinem Tag als Versicherungsmakler mitnehmen zu können. Nach einem halben Jahr habe ich festgestellt, dass auch meine Bestandsmandanten oder Freunde und Bekannte von mir, die zu mir noch keinen Versicherungsbezug hatten, auf diese Stories aufmerksam wurden und diese täglich verfolgten.

Dann kamen auch die Anfragen aus dem Bekanntenkreis und ebenso von Leuten, die mich vorher noch nicht kannten. Dazu eine kurze Anekdote: Ich hatte einmal meine Mutter nach Hamburg zum Arzt gefahren und dies auch in meinen Instagram-Stories gepostet. Zwei Wochen später, als meine Mutter die Nach-Untersuchung hatte, habe ich meine Wege ebenso veröffentlicht. Am späten Nachmittag erhielt ich dann über Instagram von einer Youtuberin eine Anfrage. Sie fand meine Arbeit so schön, dass sie sich für eine ganzheitliche Komplettberatung bei mir meldete. Jetzt sind sie und ihr Lebensgefährte seit über zwei Jahren glückliche Kunden von mir und haben mich natürlich auch weiterempfohlen. Natürlich habe ich nachgefragt, warum sie sich für mich als Versicherungsmakler entschieden haben: Da meinte sie nur, dass ich sehr sympathisch sei und wie sie in den sozialen Medien aktiv sei. Ihr war es wichtig, dass sie einen persönlichen Ansprechpartner hat, der auch zu ihr kommt. Sie wollte aber ebenso auch einen Berater, der nicht abgeneigt ist, eine kurzfristige Online-Beratung durchzuführen.

Viele Makler sind schon froh, wenn sie es schaffen, ihre Facebook-Seite zu pflegen. Hatten Sie anfänglich auch Bedenken, dass Sie sich zu viel aufhalsen könnten, wenn Sie auch noch Instagram bedienen? Wie lautet der Leitgedanke, den es bei Instagram zu erfüllen gilt, um Erfolg zu haben?

Ich habe am Anfang keine Zeitprobleme oder mangelnde Ideen gehabt, da ich Instagram intuitiv aus dem Bauch heraus bediente. Als dann aber die Anfragen kamen, merkte ich, dass man durch den erweiterten Bekanntheitsgrad auch Zeitprobleme bekommen kann. Mein Gedanke war aber immer, einfach zu machen. Nicht soviel nachdenken. Denn wenn man über eine Sache zu viel nachdenkt, dann wird sie auch nicht so gut. Darum: Let´s Go!

Gibt es auch Dinge, die Sie bei Instagram stören, bei denen Sie noch dazulernen müssen?

Instagram ist eine sehr offene Plattform, aber leider gibt es in der Versicherungsbranche immer noch sehr viel Neid oder Missachtung von anderen Leuten. Und das ist sehr schade. Ich würde mir wünschen, dass jeder für seine Arbeit respektiert wird, egal was er oder sie für eine Firma hat oder welcher Unternehmungsform er angehört – und es einen klaren Austausch und gegenseitige Akzeptanz gibt. Das Beste wäre: Einfach die Person fragen, wie sie es soweit geschafft hat und sich dann für seinen eigenen Bereich ein paar Tipps abholen.

Ich, für meinem Teil, habe das so auch schon sehr oft gemacht. Wenn ich Fragen zu Instagram hatte, habe ich meinen Social-Media-Kollegen Bastian Kunkel gefragt. Wenn ich wiederum Fragen in Sachen Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hatte, habe ich meinen Kollegen und BU-Experten Philip Wenzel gefragt. Selbstverständlich gab es auch ein paar Fragen bezüglich Videoverarbeitung und dessen Schnitt, wo ich mich sehr gerne an Stephan Peters gewandt habe, da es eines seiner Fachgebiete ist.

Jeder von den Dreien hat mir sehr geholfen. Natürlich habe ich immer zuerst versucht das Problem selbst zu lösen, aber wenn ich gemerkt habe, dass ich alleine einfach nicht weiterkomme, habe ich mir dann fachmännische Hilfe gesucht. Das kann ich nur Jedem raten.

Hier geht es zum ersten Teil der Serie mit Maklerin Marlene Drescher und hier zu Teil zwei mit Kai Schmied.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit 2016 an.

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