Kai Schmied ist BU-Experte des Versicherungsmaklerunternehmens Finanzteam26 in Ulm – und betreibt unter anderem auch einen erfolgreichen Instagram-Kanal. © Finanzteam26
  • Von Lorenz Klein
  • 01.03.2021 um 12:15
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„Wenn ihr keinen Bock auf Instagram habt, hat auch Instagram keinen Bock auf euch“, stellt Versicherungsmakler Kai Schmied von Finanzteam26 klar. Im zweiten Teil unser Interview-Serie „Makler auf Instagram“ rät Schmied seinen Kollegen zu Geduld und Ausdauer, sagt, woran Instagram-Profile oft scheitern – und was er persönlich besser machen will.

Pfefferminzia: Vergangenes Jahr wurden Sie für Ihren gelungenen Instagram-Kanal für den OMGV Award in der Kategorie „Social Media/Content Marketing“ nominiert. Was haben Sie unternommen, um diesen Erfolg erreichen zu können und wie hat sich das Anfragen- und Geschäftsvolumen über Instagram mit der Zeit entwickelt?

Kai Schmied: Meinen Instagram-Kanal hatte ich schon, bevor ich Makler wurde und bevor ich mir Gedanken machte, Social Media auch beruflich zu nutzen. Ich habe also zuerst nur Privates zu mir und meinen Hobbies gepostet und mir hier über die Zeit einen kleinen Follower-Kreis zusammengebastelt. 2017 habe ich dann die Ausschließlichkeit verlassen und wurde Makler im Familienbetrieb bei Finanzteam26. Das war für mich die Gelegenheit, meine kreative Ader ins Spiel zu bringen: Beiträge von Partys wurden weniger, stattdessen mehr Content zu Versicherungs- und Finanzthemen – bevorzugt natürlich zu meinem Spezialgebiet „Berufsunfähigkeit“.

Dass ich mit meinem Instagram-Profil „Kai_Schmied“ 2020 für den OMGV Award nominiert wurde, hat mich sehr gefreut – und seit einiger Zeit bekomme ich auch tatsächlich einige Anfragen über Instagram oder andere Medien. Leben alleine könnte ich davon noch nicht, aber die Tendenz ist steigend und aktuell würde ich schätzen, kommen vielleicht ein bis fünf Anfragen in der Woche über Instagram.

Viele Makler sind schon froh, wenn sie es schaffen, ihre Facebook-Seite zu pflegen. Hatten Sie anfänglich auch Bedenken, dass Sie sich zu viel aufhalsen könnten, wenn Sie auch noch Instagram bedienen?

Da ich mich ja mit meinen privaten Posts schon mit Instagram beschäftigt hatte, machte sich anfangs eher eine Art „Goldgräber-Stimmung“ breit – endlich frei von Begrenzungen, Regeln und „Corporate Identity“ eines Versicherers und stattdessen Aufbau und Start einer eigenen Marke. Aber ja, ich habe schon gemerkt, wie viel Zeit Social Media frisst – es reicht ja nicht aus, ab und zu mal ein Bild zu posten und dann zu hoffen, dass einem die Bude eingerannt wird. Also wenn, dann richtig – sonst spart euch die Zeit. Wenn ihr keinen Bock auf Instagram habt, hat auch Instagram keinen Bock auf euch. So Pauschal-Aussagen, wie „30 Minuten auf Instagram am Tag reichen“, werdet Ihr von mir nicht hören. Meine Bildschirmzeit ist so schon hoch, also dachte ich mir, warum die nicht sinnvoll nutzen?

Was raten Sie Maklern, die darüber rätseln, wie sie per Instagram Erfolge generieren sollen?  

Dazu könnte ich vermutlich eine ganze Kolumne schreiben. Aber was ich schon mal auf den Weg mitgeben kann, ist folgendes: Keine zu großen Erwartungen in die Anfangszeit setzen, es dauert ein wenig, bis man auch als Experte wahrgenommen wird. Und bleibt authentisch! Ich sehe immer wieder Profile von Maklern oder AOlern die fleißig Bilder mit Sprüchen oder Tipps zu Versicherungen posten und sonst keinen Inhalt bieten. Das kann man meinetwegen machen, wenn man schon die gewünschte Reichweite hat, oder dies gelegentlich einfließen lässt.

Aber sein wir doch mal realistisch: Die meisten Leute sind nicht auf Instagram, um sich Tipps zum Thema Versicherungen und Finanzen zu holen. Kurzum: Überlegt euch, wie Ihr zwischen all den Katzenfotos, Hochglanzmodels und Influencern auffallen wollt. Und hier führen viele Wege nach Rom: Hast du lustige Stories auf Lager, von denen du erzählen kannst oder posierst du gern im schicken Anzug/Outfit? Machst du tolle Videos oder hast du ein süßes Haustier? Bereitest du gerne leckere Kochgerichte zu? Du kannst alles nutzen, Hauptsache es passt zu dir und dem was du vermitteln möchtest. Auf Instagram ist die Person dahinter wichtig. Und der nächste Schritt ist: Einfach machen und niemals müde werden zu erwähnen, was du machst, also in meinem Fall der Status „Experte für Berufsunfähigkeit“

Gibt es Dinge, die Sie bei Instagram noch dazulernen müssen oder die Sie noch verbessern können?

Ich glaube auf Social Media lernt man nie aus. Ich bin leider was Grafiken angeht noch relativ unerfahren, da gibt es sicher noch Luft nach oben. Aktuell würde ich auch gerne die Zeit, die mir momentan noch fehlt, dazu nutzen, mehr kleinere Videos für die Instagram-Story zu produzieren. Die Stories sind meiner Meinung nach aktuell die beste Möglichkeit mit seinen Followern zu interagieren. Hier gibt es zum Beispiel Tools für Umfragen oder ein Quiz sowie die Möglichkeit, direkt Fragen zu stellen. Dadurch kommen oft die ersten Interaktionen zustande, die dann später zu einer Anfrage führen. Verbessern könnte ich auch meine Schlagzahl an Bild-Beiträgen, um meine Reichweite weiter zu erhöhen, aber im Moment habe ich schon genug Projekte, zum Beispiel auf Youtube, die ich gerade angehe und die meine Zeit einnehmen.

In Kürze folgt Teil 3 unserer „Makler auf Instagram“-Serie. Dann beantwortet Makler Jonas Lönnig unsere Fragen. Und hier geht es zum ersten Teil der Serie mit Maklerin Marlene Drescher.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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