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Heilmittelbericht 2017 Frauen sind öfter in physiotherapeutischer Behandlung

Eine Frau bekommt Physiotherapie: Weibliche Bundesbürger achten oft mehr auf ihre Gesundheit und nehmen häufiger solche Termine in Anspruch.
Eine Frau bekommt Physiotherapie: Weibliche Bundesbürger achten oft mehr auf ihre Gesundheit und nehmen häufiger solche Termine in Anspruch. © dpa/picture alliance

Männer sind, was ihre Gesundheit angeht, oft sorgloser als Frauen. Zumindest was Physiotherapie angeht, sind Frauen deutlich häufiger in Behandlung, wie der aktuelle Heilmittelbericht 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) zeigt.

| , aktualisiert am 02.03.2018 11:47  Drucken

21,4 Prozent der AOK-versicherten Frauen nutzten im vergangenen Jahr eine Physiotherapie. Zum Vergleich: Unter Männern waren es nur 13,4 Prozent. Das zeigt der aktuelle Heilmittelbericht des Wirtschaftlichen Instituts (Wido) der AOK.

„Frauen haben zwar objektiv eine höhere Lebenserwartung als Männer, sie schätzen ihren Gesundheitszustand aber subjektiv schlechter ein, gehen häufiger zum Arzt und nehmen auch Physiotherapien entsprechend öfter in Anspruch, und zwar über alle Altersgruppen hinweg“, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des Wido.

Bundesweit haben die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte im vergangenen Jahr 44 Millionen Verordnungen für Heilmitteltherapien ausgestellt. Von den rund 5,1 Millionen AOK-Versicherten, die 2016 eine Heilmitteltherapie verordnet bekamen, wurden gut 88 Prozent mit einer Physiotherapie behandelt.

63 Prozent der AOK-Heilmittelpatienten mit Physiotherapie waren dabei weiblich (63 Prozent). Am deutlichsten ist der Geschlechterunterschied in der Altersgruppe der 50- bis 54-Jährigen: Hier wurden 28,6 Prozent der Frauen physiotherapeutisch versorgt. Unter Männern waren es nur 17 Prozent.

Grund für solche Behandlungen waren bei fast jedem dritten Patienten (31,5 Prozent) unspezifische Rückenschmerzen. Bei 7,8 Prozent waren „sonstige Krankheiten der Wirbelsäule“ das Problem. Tatsächlich sind Erkrankungen des Bewegungsapparates auch der zweithäufigste Grund für Berufsunfähigkeiten und der häufigste Grund für Krankschreibungen hierzulande.

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